Netzwerk - LAN an Bridge oder besser direkt an Router?

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BDX

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1  Di Aug 22, 2017 21:03
Wir haben ein neues Modem vom Internetanbieter, das auch Router ist (ohne WLAN). Eigentlich wollte ich DHCP und NAT an dem Ding deaktivieren und weiterhin meine Time Capsule als Router nutzen. Geht nicht, also Time Capsule in den Bridge-Modus gestellt.

Nun hängen an der TC aber auch noch 2 Geräte per LAN dran (NAS + hue). Für das neue Modem/Router sind damit alle Geräte im Netzwerk an einem Ethernetport angeschlossen (LAN + WLAN über TC). Das Ding hat 4 davon, also noch 3 frei.

Frage: bringt es (Geschwindigkeits-)Vorteile, wenn ich die LAN-Geräte direkt an den neuen Router anschließe oder kommunizieren die Geräte untereinander eh "direkt" über die TC (also nicht über den Router), auch wenn die nur im Bridge-Modus läuft? Räumlich mach es keinen Unterschied, die Geräte stehen quasi nebeneinander.

armin

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2  Di Aug 22, 2017 23:27
Untereinander sollten die meiner Ansicht nach direkt kommunizieren.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass ein bereits stattgefunden habender Neustart die Voraussetzung dafür sein sollte, einen Thread im Hard- oder Software-Brett zu eröffnen.

BDX

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3  Fr Aug 25, 2017 15:56
Also ohne Geschwindigkeitseinbußen?
Die Verbindung zur hue-Bridge scheint ab und zu verloren zu gehen und muss neu hergestellt werden. Die werde ich testweise mal direkt an den Router hängen. Wenn dass besser klappt, folgt das NAS.

armin

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4  Fr Aug 25, 2017 19:48
Na, wenn alles an der TC hängt, eher im Gegenteil.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass ein bereits stattgefunden habender Neustart die Voraussetzung dafür sein sollte, einen Thread im Hard- oder Software-Brett zu eröffnen.

BDX

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5  Fr Aug 25, 2017 21:02
Dann hatte ich bisher ein falsches Verständnis von Netzwerken. :oops:

Ich ging immer davon aus, dass der Router die IP-Adressen vergibt und dann der gesamte Datenverkehr auch über den Router läuft und nicht direkt von Gerät zu Gerät. :?

duke98

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6  Fr Aug 25, 2017 22:53
Nein, TCP/IP ist definitiv für maximale Unabhängigkeit von zentralen Instanzen ausgelegt.
Es funktioniert schliesslich auch ganz ohne DHCP!
Wenn ein Rechner ein Datenpaket für einen anderen hat, dann schreit er einfach ins Netzwerk “kennt hier jemand den Leuten 10.0.1.85??????“ und wenn das tatsächlich sein direkter Nachbar ist, dann brüllt der zurück “Jo, hier, Ich“ und dann machen die beiden auf kürzestem Wege“.
Ob die IPs von einem Chef im Netzwerk verteilt wurden oder jeder seine eigene mitgebracht hat, ist egal.
Hauptsache, es rufen nicht zwei Leute bei der gleichen Adresse HIER !!
Ich hatte OSX bevor es cool war.
Ich habe Desktop Linux bevor es cool wird.
7  Sa Aug 26, 2017 10:42
Es ist also nicht so wie bei der Post, wo man ein Paket auch mal an einen Nachbarn zustellen lassen kann?

SCNR
Bedenkt man, dass dies auch bei jedem Tauziehen die Maxime ist, ist es eine ziemlich unüberlegte Parole, die Chefs gerne ausgeben, wenn sie mit ernster Mine sagen:“Wir müssen alle an einem Strang ziehen.“

Kate

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8  Sa Aug 26, 2017 11:22
Doch. Es ist immer nur die Frage wer annehmen will. Ausserdem kann jeder sehen wessen Pakete durch die Gegend schwirren. Solange man nix verschlüsselt hat kann man auch sehen was im Paket drin ist.

So als ob die Post gläserne kleineBoxen hätte. Aha, Stromer schickt der Nachbarin knallrote Unterwäsche .... aber sie nimmt sie nicht an...
9  Sa Aug 26, 2017 12:37
Logisch, dass die das nicht nimmt.
Falsche Daten:
BH=75A, Nachbarin=80D
:frown:
Bedenkt man, dass dies auch bei jedem Tauziehen die Maxime ist, ist es eine ziemlich unüberlegte Parole, die Chefs gerne ausgeben, wenn sie mit ernster Mine sagen:“Wir müssen alle an einem Strang ziehen.“

duke98

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  • Wohnort: Am Rhein
10  Sa Aug 26, 2017 13:13
Aber ein TCP/IP Port ist so blind wie ein Briefkasten, er weiss nicht was er annimmt, er nimmt nur an und wartet drauf dass jemand anderes mit dem Inhalt was anfangen kann.
Ich hatte OSX bevor es cool war.
Ich habe Desktop Linux bevor es cool wird.

BDX

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11  Sa Aug 26, 2017 14:52
Danke euch für die Erlauterungen. In der Praxis hatte ich leider doch Probleme. Solange ich meine Netzwerkfestplatte an der TC (Bridge-Midus) hatte und nicht am Router, bekam ich nur eine Veebindung, wenn ich die IP-Adresse in den Browser eingab - kein Bonjour, kein Zugriff über Finder (AFP?) bzw. erst, nachdem ich einmal über die IP im Browser gegangen bin.

Nun habe ich aber mit Hilfe des Vodafone Kabel Kundenservices den Kabelrouter zu einem reinen Modem "kastriert" (heißt bei denen auch Bridge Modus) und schon läuft es wieder wie vorher. Komischerweise ging das nicht über das Menü des Routers, sondern über das Online-Kundenportal von Vodafone.
Nun habe ich also wieder die TC als DAU-sicheren Router. :grin:

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