Start-, System- und HD-Probleme lösen + Daten retten

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Macmacfriend

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1  Mo Dez 03, 2007 11:26
 
  
 
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Erste Hilfe für kranke Macs – macsofas Notfallköfferchen



Wie die Zeichnung der kleinen Tochter von Sofa-User twinny zeigt, kann selbst in einem Apple schon mal der Wurm stecken.

Diese Anleitung soll darum als Hilfe dienen, falls dein Mac nicht startet oder System und Rechner dir sonstige Probleme bereiten.

Hier findest du für deinen Patient eine Liste von Diagnose- und Therapievorschlägen, die sich im hiesigen Klinik-Alltag bewährt haben.

Am schnellsten gelangst du zu den einzelnen Rubriken dieses How-to, indem du in der Browser-Suche den jeweiligen Rubrik-Titel (s. Inhaltsverzeichnis) eingibst.

Viele weitere Tipps zu Hard- und Software-Fragen findest du im „Wie & Was“. Ansonsten wünsche ich deinem Mac viel Gesundheit und ein langes Leben. :)


Macmacfriend



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INHALTSVERZEICHNIS


1. Allgemeines
2. Installationsprobleme
3. Hardware-Ursachen
4. Software- und System-Ursachen
5. Kurzbefehle beim Start
6. Probleme mit externen Festplatten
7. Festplatten-Schaden
8. Professionelle Datenretter



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1. ALLGEMEINES



Oberste Mac-User-Regel bei Problemen sind zunächst einmal Ruhe und Gelassenheit. Denn viele Fehler werden bekanntlich aus Hektik und Ungeduld begangen und der größte Bug sitzt nun mal meistens vor dem Rechner. ;) Auch Emotionen sind nicht hilfreich. ;)

Darum lassen sich mit Geduld und Konzentration sowie gelegentlich auch einer Portion Beharrlichkeit und Forscherfreude Fehlerursachen leichter finden und Verschlimmbesserungen am ehesten vermeiden – übrigens nicht nur beim Mac.


• Nicht wenige Probleme erledigen sich bereits durch einen simplen Neustart. Auch viele Programm-Probleme lassen sich mit diesem klassischen Allheilmittel lösen.

Lässt sich ein Neustart nicht auf dem üblichen Weg durchführen, kann man einen erzwungenen Neustart durchführen. Hierzu hält man den Startknopf fünf Sekunden lang gedrückt bis der Mac aus ist. Anschließend kann man den Rechner durch kurzes Drücken des Startknopfs wieder hochfahren. Alternativ drückt man bei älteren Rechnern kurz die Reset-Taste, erkennbar an dem kleinen Dreieck.

Falls man an einem alten PPC-Mac versehentlich die Programmierer-Taste erwischt hat und es taucht ein Eingabefenster auf, drückt man zum Verlassen dieses Modus einfach die Taste G und anschließend zur Bestätigung die Enter-Taste.


• Viele nützliche Informationen enthält auch die Mac-Hilfe, die in der Menüleiste über den Befehl Apfel + ? erreichbar ist. Sie lässt sich im Falle ihrer Beschädigung übrigens mit dem Programm TinkerTool System reparieren. Sollte das nicht helfen, kann man aus dem Ordner ~/Library/Preferences diese drei Voreinstellungsdateien entfernen: com.apple.help.plist, com.apple.helpui.plist und com.apple.helpviewer.plist.


• Weitere Hilfe mit einer integrierten Suchfunktion und vielen hilfreichen Artikeln findet ihr hier: http://www.info.apple.com/dede/macosx/tshoot.html

Eine gute Anlaufstelle ist ebenso die Apple-Knowledgebase unter http://www.apple.com/support/ . Ob der entsprechende Artikel auch in Deutsch vorliegt, lässt sich durch Anhängen des "-d" an die Artikelnummer am Ende der Webadresse feststellen.


• Bei Problemen kann auch der tel. Apple-Support (Tel. 0180-5009433) helfen. In den ersten 90 Tagen ab Registrierung einer neuen Soft-/Hardware ist dessen Hilfe kostenlos.


• Sollte keine der unten beschriebenen Maßnahmen zum gewünschten Erfolg führen, kann man hier den Standort des nächsten autorisierten Apple-Service-Providers finden: http://www.apple.com/de/buy/locator/

In dem Fall ist es ratsam, zuvor möglichst zeitnahe Rückgabe-Termine zu vereinbaren, um nicht zu lange auf den Rechner warten zu müssen.


• Noch ein Hinweis: Die in diesem How-to erwähnte Apfel-Taste entspricht der Befehls- bzw. Command-Taste. Vor dem Wechsel auf Intel-Chips war sie nämlich mit dem Apple-Logo bedruckt, danach mit dem Kürzel „cmd“ (= command).




2. INSTALLATIONSPROBLEME



• Hier wird beschrieben, was man vor und während einer Installation beachten sollte und was man nach einer fehlerhaften Installation von Mac OS X unternehmen kann:
http://support.apple.com/kb/TS1394?viewlocale=de_DE


• Man kann auf einem Mac jedes neuere System installieren, falls er Apples Systemanforderungen hierfür erfüllt. Umgekehrt lässt sich auf einem Mac jedes ältere System installieren, das nicht älter ist als das bei der Markteinführung dieses Typs mitgelieferte Betriebssystem. Unter den folgenden Links kann man nachsehen, mit welcher ältesten Mac OS-Version der jeweilige Rechner-Typ läuft. Die Gründe stehen hier.

http://support.apple.com/kb/HT1835
http://support.apple.com/kb/HT2191?viewlocale=en_US
http://support.apple.com/kb/HT1159?viewlocale=en_US

In einigen Ausnahmefällen ist es jedoch auch schon gelungen, ein älteres als das mit dem Mac ausgelieferte System zu installieren: viewtopic.php?f=3&t=58732


• Manchmal taucht ein Startproblem direkt nach der Installation des Betriebssystems auf. Dies kann bei älteren Macs daran liegen, dass die zum Update bspw. von Mac OS 9 zu Mac OS X erforderliche Firmware-Aktualisierung des Rechners nicht oder nicht vor (!) der Installation durchgeführt wurde.

Hier kann man nachsehen, ob der jeweilige Rechner für Mac OS X eine solche Firmware-Aktualisierung benötigt und welche die richtige ist: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=86117-de

Am besten druckt man sich die dortige Readme-Datei vor der Firmware-Aktualisierung aus und befolgt sie haargenau. Eine Firmware-Aktualisierung darf auf keinen Fall unterbrochen werden.

Unterlässt man die Firmware-Aktualisierung vor der Installation von Mac OS X, kann dies zu massiven Problemen führen. In diesem Falle installiert man Mac OS 9 und führt anschließend die Firmware-Aktualisierung durch.

Falls die Problemursache nicht eine fehlende oder veraltete Firmware ist, hält Apple hier nützliche Tipps und Ratschläge bereit: http://docs.info.apple.com/article.html ... m=106692-d


• Die jeweils aktuellsten EFI-Firmware-Updates für die verschiedenen Intel-Rechnermodelle finden sich hier: http://www.apple.com/support/downloads/

EFI (Extensible Firmware Interface) ist das Intel-Pendant zur Open Firmware der früheren PPC-Macs.

Wichtig ist, sich bei dem Firmware-Update strikt an die von Apple beschriebene Vorgehensweise zu halten und das Update auf keinen Fall zu unterbrechen.
http://docs.info.apple.com/article.html ... =303364-de

Falls das Firmware-Update eines Intel-Mac misslingt oder unterbrochen wird, lässt sich im Falle eines dadurch verursachten Rechner-Problems dieses in der Regel durch eine Restaurierung der bisherigen Firmware mithilfe einer selbst hergestellten Firmware Restoration CD beheben:
http://support.apple.com/kb/HT2213?viewlocale=de_DE
http://support.apple.com/kb/DL976
http://support.apple.com/downloads/Firm ... ion_CD_1_4


• Installiert man Mac OS X auf bestimmten älteren Macs, muss die HD zuvor partitioniert werden und das System muss auf der ersten Partition liegen, wobei diese nicht größer als 8 GB sein darf. Benötigt man den Classic-Support von Mac OS X, sollte auch der 9-Systemordner auf der ersten Partition liegen.

Betroffen hiervon sind folgende Rechner: iMac 233 MHz, iMac 266 MHz, iMac 333 MHz, Power Macintosh G3 Desktop, Power Macintosh G3 Mini Tower, Power Macintosh G3 All-In-One, iBook, iBook (FireWire) und PowerBook G3 Series.
http://support.apple.com/kb/TA22193?viewlocale=en_US

In diesem Zusammenhang noch ein Tipp: Mit der kostenlosen Software XPost Facto lässt sich Mac OS X auch auf einigen alten und von Apple nicht mehr unterstützten Macs installieren. Hierzu zählen die PowerMac-Modelle 7300, 7500, 7600, 8500, 8600, 9500, 9600 und eine Reihe von Clones wie Umax S900 und J700 sowie Power Computing Power Wave und Power Tower Pro. Der Nachteil hierbei ist, dass man vom 9.2-Systemordner der Classic-Umgebung dann nicht mehr starten kann. Hierzu sollte man also einen zweiten 9-Systemordner anlegen. http://eshop.macsales.com/OSXCenter


• Auch kann es sein, dass bei der Partitionierung der Festplatte im Festplatten-Dienstprogramm die falsche Partitionstabelle eingestellt wurde. Richtig ist bei PPC-Macs die Apple-Partitionstabelle und bei Intel-Macs die GUID-Partitionstabelle.

Zur Unterscheidung: Ein Intel-Mac kann auf einer externen Festplatte mit Apple-Partitionstabelle lesen und schreiben, aber nicht davon starten. Zum Starten ist die GUID-Tabelle notwendig. Intel-Macs können dann von externen HDs via Firewire und via USB starten.

Ein PPC-Mac hingegen kann auf einer externen Festplatten mit GUID-Tabelle weder lesen, schreiben noch von dieser starten. Dafür muss für die externe Festplatte die Apple-Partitionstabelle verwendet werden. PPC-Macs können von externen HDs in aller Regel auch nur via Firewire starten, einige wenige HD-Typen unterstützen jedoch auch den Start per USB. Ansonsten kann man sich bei einem PPC-Mac auch mit diesem Griff in die Trickkiste der Open Firmware behelfen, um per USB von einer externen HD starten zu können: http://www.apfeltalk.de/forum/usb-boote ... 36947.html


• Als Festplattenformat sollte man Mac OS Extended Journaled auswählen. Soll ein Volume jedoch sowohl unter Mac OS als auch unter Windows erkannt werden, bieten sich FAT16 und FAT32 an. FAT16 hat jedoch den Nachteil, dass die Größe der einzelnen Partitionen auf 2 GB begrenzt ist. Falls einzelne Dateien über 4 GB groß sind, muss man statt FAT32 das Format NTFS verwenden. In dem Fall braucht man auf dem Mac auch eine Zusatz-Software wie Paragon oder NTFSFuse.


• Um sich Ärger bei oder nach der Installation von Boot Camp vom Leib zu halten, sollte man zuvor diesen Link lesen und am besten gleich ausdrucken: http://docs.info.apple.com/article.html ... =303572-de

Hier findet sich zudem ein sehr hilfreiches PDF-Manual: http://pdf.euro.apple.com/cgi-bin/WebOb ... ot_camp_SG

Als Alternative zu Boot Camp kann man auch eine Virtualisierungssoftware wie bspw. VMWare, Parallels oder Virtualbox installieren.

Bei Fragen zu Bootcamp-Partitionen kann man hier nachlesen:
viewtopic.php?t=42760
viewtopic.php?t=42705

Möchte man Windows und Boot Camp entfernen, funktioniert dies auf zwei Wegen, je nachdem ob ein oder mehrere Volumes vorhanden sind:

Methode I: Auf dem Mac existiert nur ein internes Volume

1. Mac mit Mac OS X starten
2. alle geöffneten Programme sowie alle anderen Benutzer abmelden
3. Programm "Boot Camp Assistent" öffnen
4. Option „Startvolume als Einzelvolume wiederherstellen“ auswählen
5. Klick auf „Fortfahren“

Methode II: Auf dem Mac existieren mehrere interne Volumes

1. Mac mit Mac OS X starten
2. alle geöffneten Programme sowie alle anderen Benutzer abmelden
3. Programm "Boot Camp Assistent" öffnen
4. Option „Eine Windows Partition erstellen oder entfernen“ auswählen
5. Klick auf „Fortfahren“
6. Volume auswählen, auf dem sich Windows befindet
7. Option „Als einzelne Mac OS Partition wiederherstellen“ auswählen
8. Klick auf „Fortfahren“

Klonen kann man Boot Camp übrigens mithilfe des Programmes Winclone:
http://twocanoes.com/winclone/
Und hier wird das Ganze in einem kleinen Film anschaulich erklärt:
http://www.macmagazin.de/8978/winclone- ... bertragen/


• Die Systeminstallation von der mit dem Rechner ausgelieferten Installations-CD/DVD auf einem anderen Mac ist nicht möglich. Dies funktioniert nur mit einer rechnerunabhängigen Retail-Version oder mit unerlaubten und gegen die Lizenzbedingungen verstoßenden Tricks.

Zur Unterscheidung: Die mit dem jeweiligen Rechner gelieferte und an diesen gebundene Installations-CD/DVD ist grau, die rechnerungebundene Retail-Version schwarz.


• Scheitert die Installation eines Combo-Updates oder des System von der System-CD/DVD, kann man es via Target Modus von einem anderen Mac aus nochmals versuchen.


• Wird vom Installationsprogramm bei der Volume-Auswahl eine HD mit rotem Stoppschild gekennzeichnet, muss dies nicht zwangsläufig bedeuten, dass das System auf dieser HD nicht installiert werden kann. Es kann sich auch lediglich um eine Warnung handeln, dass der Installer ein anderes System auf der Platte gefunden hat, um so bspw. ein ungewolltes Überschreiben zu verhindern. Wenn man für diese HD über den Button "Optionen" den Modus „Archivieren & Installieren“ (bei Mac OS 10.6 die Standard-Methode) auswählt, kann die Installation also durchaus funktionieren.


• Nicht wundern: Manchmal kann der erste Neustart nach einem Update von Mac OS X deutlich länger dauern als gewohnt. Auch ist es möglich, dass der Mac zwei Mal startet. In beiden Fällen einfach abwarten und Tee trinken.


• Um Probleme während oder nach einem Update erst gar nicht aufkommen zu lassen, gibt es einige Präventivmaßnahmen bei Installationen, an die man sich halten sollte:


- vor dem Update sollte sicherheitshalber ein aktuelles Backup vorliegen
- alle Apple-Programme sollten sich in ihren Originalverzeichnissen befinden, wo sie ursprünglich installiert wurden, also in den Ordnern „Programme“ und „Dienstprogramme“)
- alle laufenden Programme schließen
- alle Peripherie-Geräte bis auf Maus und Tastatur abstöpseln, insbesondere auch alle Firewire-Geräte
- vor der Installation das Festplatten-Dienstprogramm Zugriffsrechte und Volume prüfen/reparieren lassen
- während der Installation keine Geräte u. ä. anschließen/entfernen
- während der Installation nichts am Mac machen
- Installation in Ruhe abwarten und nix machen; der Mac startet bei manchen Systemversionen zwei Mal – also Geduld!


• Es kann bei Installationsproblemen auch helfen, die Installation von einem anderen Startvolume aus vorzunehmen.

Möglichkeit 1: Problemrechner via Target-Modus (Erklärung s. u.) als externes Volume auf einem zweiten Mac (= Hilfsrechner) mounten > im Hilfsrechner die Installations-CD/DVD einlegen > im Installationsprogramm das Volume des Problemrechners als Zielmedium auswählen.

Möglichkeit 2: Hilfs- und Problemrechner ausschalten und per Firewire-Kabel verbinden > Hilfsrechner via Target-Modus starten > Installations-CD/DVD in Hilfsrechner einlegen > Problemrechner mit gedrückt gehaltener Taste C starten (oder mit gedrückt gehaltener alt-Taste und im Startup-Manager die CD/DVD als Startvolume auswählen) > im Installationsprogramm das Volume des Problemrechners als Zielmedium auswählen.


• Verfügt der Mac über kein geeignetes CD/DVD-Laufwerk für die Installations-CD/DVD oder wird die CD/DVD nicht vom Laufwerk akzeptiert, kann man die Festplatte in einem hierfür geeigneten Mac oder in einem daran angeschlossenen externen Festplattengehäuse einbauen und das System darauf installieren. Anschließend baut man die HD wieder im ursprünglichen Rechner ein.

Alternativ kann man an einem zweiten Mac (mit geeignetem CD/DVD-Laufwerk) wie folgt vorgehen, wobei ein iPod oder auch jede beliebige externe und startfähige USB- oder FireWire-Festplatte genutzt werden kann:

1. Backup des externen Volumes erstellen, weil es gelöscht werden muss.
2. Festplatten-Dienstprogramm > externes Volume auswählen > Löschen.
3. Festplatten-Dienstprogramm > Wiederherstellen > ein Image der Installations-CD/DVD auf dem externen Volume erstellen (CD/DVD ins Feld „Quelle", externes Volume ins Feld „Zielmedium" ziehen).
4. Externes Volume am Mac anschließen und zuvor hergestelltes Image als Installer einsetzen. An PPC-Macs ist hierzu der Anschluss per FireWire notwendig. Nach dem Anstecken muss der Mac dazu nur neu gestartet und den Instruktionen gefolgt werden. Beim Starten drückt man die alt-Taste und wählt das externe Volume als Startvolumen aus.


• System- und Sicherheits-Updates können auch darum scheitern, weil man aus dem Ordner /Library/Receipts zuvor eine Installationsquittung gelöscht hat. Sie sagt dem System nämlich, welche Software-Version aktuell installiert ist.


• Bei Startproblemen nach einer Daten-Migration per Migrationsassistent oder einem System- oder Sicherheits-Update können folgende Maßnahmen helfen:


I. Einfacher Weg

1. Rechner mit gedrückter Shift-Taste im sicheren Modus starten
2. im Anmeldefenster Klick auf "Zurück"
3. Klick auf "Neustart"


II. Entfernen von Cache- und Plist-Dateien

1. Rechner mit gedrückter Shift-Taste im sicheren Modus starten
2. Nach dem Start die folgenden Dateien bzw. Ordner löschen:
- Ordner com.apple.kernelcaches (in /System/Library/Caches)
- Datei Extensions.kextcache (siehe /System/Library)
- Datei Extensions.mkext (siehe /System/Library/)
- Ordner com.apple.ATS (siehe /Library/Caches/)
- Datei com.apple.loginwindow.plist (siehe /Library/Preferences/)
- Dateien, deren Name mit com.apple.LaunchServices beginnt (siehe /Library/Caches)
Ergänzend kann man die Inhalte der Ordner /System/Library/Caches und /Library/Caches löschen. Wichtig: Man darf hierbei nur die Inhalte der Ordner „Caches“ löschen, nicht jedoch die Ordner „Caches“ selbst.
3. Admin-Passwort zum Ziehen in den Papierkorb eingeben
4. Neustart


III. Startobjekte entfernen

1. Rechner mit gedrückter Shift-Taste im sicheren Modus starten
2. Systemeinstellung „Benutzer“ > Karteikarte „Startobjekte“ öffnen
3. alle Startobjekte entfernen
4. die Ordner /Library/StartupItems and /System/Library/StartupItems öffnen und Dateien von Drittherstellern entfernen (nicht löschen)
5. Neustart


IV. Kernel Extensions entfernen

1. Rechner mit gedrückter Shift-Taste im sicheren Modus starten
2. aus dem Ordner /System/Library/Extensions .kext-Dateien von Drittherstellern entfernen (aber nicht löschen). Mit dem Programm Pacifist kann man sich unter „Bericht über Kernel Extensions anzeigen“ zeigen lassen, welche Erweiterungen von Apple und welche von Drittherstellern stammen.


3. Neustart


V. Reparatur von Volume und Zugriffsrechten

1. Rechner mit gedrückter Shift-Taste im sicheren Modus starten
2. System-DVD einlegen
3. Neustart mit gedrückt gehaltener Taste C (Mac startet von System-DVD)
4. in Menüleiste die Erste Hilfe des Festplatten-Dienstprogramms aufrufen
5. Zugriffsrechte reparieren
6. Volume reparieren
7. Neustart

Alternativ (z. B. bei fehlender DVD) kann man den Rechner mit gedrückt gehaltener Apfeltaste und Taste S im Single User-Modus starten und einen File System Check (= fsck-Methode, siehe unten) durchführen oder AppleJack (siehe unten) einsetzen.


VI. Netzwerkkabel entfernen

1. alle Ethernet-Kabel entfernen
2. Rechner starten
3. Ethernet-Kabel wieder mit dem Rechner verbinden


VII. Geräte und Karten entfernen

1. alle USB- und Firewire-Geräte (auch externe Festplatten entfernen)
2. Neustart
3. hilft das nicht, alle nicht serienmäßig verbauten Karten entfernen
4. Neustart


VIII. Nochmalige Installation des Updates

1. im sicheren Modus starten
2. Update von der Apple-Supportseite runterladen und installieren

Anmerkung: Über die System-Funktion „Software-Aktualisierung“ ist nach der Installation eines Updates eine Wiederholung des Updates nicht möglich – daher der beschriebene Umweg über das Update von der Apple-Seite.

Möchte man das Update trotzdem über die Software-Aktualisierung wiederholen, muss man zuvor die Paketquittung des Updates löschen, die das System bei dessen Installation gespeichert hat. Durch das Löschen der entsprechenden Quittungsdatei (/Library/Receipts/MacOSXUpdate...Patch.pkg) wird der Software-Aktualisierung vorgetäuscht, das Update sei noch nicht installiert.


IX. Installation des Combo-Updates

1. Im sicheren Modus starten.
2. Combo-Update von der Apple-Supportseite runterladen und installieren.
3. Sollte der Mac sich nicht im sicheren Modus starten lassen, das Combo-Update via Target-Modus von einem zweiten Mac aus installieren.


X. Entfernung des Updates durch Rückkehr zu einer früheren Systemversion

1. Start von der System-DVD (mit gedrückter Taste C)
2. Systeminstallation im Modus "Archivieren und Installieren" (bei 10.6 die Standard-Methode)
(siehe http://www.macfixit.com/article.php?sto ... 1071052204 )



• Falls nach dem Update kein Login über das Administrator-Konto möglich sein sollte, kann man im Terminal mit dem Befehl sudo username passwd auch versuchen, die Passwörter der anderen Anwender neu zu vergeben. In diesem Fall kann man auch Onyx, TinkerTool System oder ein anderes Wartungsprogramm aufrufen und die System-Zwischenspeicher, insbesondere die Kernel-Caches, löschen.

Wie das im Terminal manuell funktioniert, erklärt MaxFixIt (auf Englisch) im Detail hier: http://www.macfixit.com/article.php?sto ... 2080433175

Auf keinen Fall sollte man solche Wartungs- und Optimierungs-Programme jedoch vor dem nach einem Update erfolgenden Neustart einsetzen, weil man sich damit ansonsten das System zerschießen kann.


Aufheulende Lüfter nach einem Update lassen sich u. U. beruhigen, indem man den Rechner nach dem Ausschalten komplett vom Stromnetz nimmt und eine eventuell vorhandene Steckerleiste deutlich später ausschaltet oder eingeschaltet lässt bzw. ganz auf eine Steckerleiste verzichtet.

Ursache könnte allerdings auch ein nicht richtig sitzender RAM-Riegel sein oder ein CPU-lastiger Prozess, den man im Dienstprogramm Aktivitäts-Anzeige finden und beenden kann.


• Sollte man sein Betriebssystem auf eine frühere Version downgraden müssen, funktioniert dies wie hier beschrieben: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=25404


• Möchte man nur einzelne Komponenten nachinstallieren, (z. B. Apples Programme iCal, Safari, Mail usw.) oder Sprachpakete und Druckertreiber, geht dies so: Installations-CD/DVD einlegen > Doppelklick auf “Optional Installs” > die entsprechenden Einzel-Installer in der Übersicht doppelklicken > Neustart.
Hier noch eine Beschreibung:
http://docs.info.apple.com/article.html ... =301408-de

Für die Einzel-Installation von Apple-Programmen lässt sich auch das Programm Pacifist verwenden: http://www.charlessoft.com/

Funktionieren diese Methoden nicht, kann man versuchen, sich das entsprechende Programm von jemandem schicken zu lassen. Es muss allerdings aus der selben Mac OS-Version stammen, die man selbst verwendet.


• Jedes Partitionieren führt zu einem Löschen der HD. Möchte man seine Festplatte löschungsfrei partitionieren, funktioniert dies bspw. mit dem Programm iPartition ( http://www.coriolis-systems.com/iPartition.php ) oder ab Mac OS 10.5 (Leopard) mit dem Festplatten-Dienstprogramm. Vorher sollte man jedoch in beiden Fällen sicherheitshalber ein Backup angelegt haben.


• Weitere Tipps bei Installationsproblemen gibt es hier: http://docs.info.apple.com/article.html ... m=106692-d


• Hier wird beschrieben, wie man von seiner System-DVD eine startfähige Sicherungskopie brennen kann.
viewtopic.php?t=29723


• Wenn nach einem QuickTime-Update Codecs fehlen, Plugins also nicht mehr angezeigt werden und beim Exportvorgang nicht mehr zur Verfügung stehen, so lassen sich diese mit den folgenden Schritten wieder aktivieren: Systemeinstellung "QuickTime" > "Alte Codierer einblenden" > QuickTime neu starten.


• Hier beschreibt Apple einige weitere Lösungsmöglichkeiten für Probleme bei der Installation von Mac OS X:
http://docs.info.apple.com/article.html ... =106693-de


• Die Mitteilung, dass zusätzliche Komponenten für die Installation nicht geladen werden können, kann auf einen defekten, inkompatiblen oder nicht richtig sitzenden RAM-Riegel hindeuten.


Migrationsassistent: Dieses Dienstprogramm überträgt nur Programme, Benutzer sowie System- und Netzwerkeinstellungen, jedoch nicht das System selbst. Man kann die zu migrierenden Daten frei bestimmen. Die Migration funktioniert nicht, wenn sich auf dem Ziel-Mac ein älteres System befindet als auf dem Quell-Mac. Auch sollten neuer User und zu migrierenden User nicht den selben Namen haben

Seit Leopard (Mac OS 10.5) funktioniert der Migrationsassistent auch auf einem neuen, ohne Firewire ausgestatteten Mac (z. B. MacBook 13 Zoll, Aluminium, Ende 2008 und MacBook Pro 15 Zoll, Ende 2008), indem man die System-DVD im anderen Rechner einlegt und von ihr den Migrations-Assistent startet.

So kann man die User-Daten via Ethernet oder auch drahtlos per 802.11g- oder schnellerem 802.11n-Netzwerk migrieren: http://support.apple.com/kb/HT3231?viewlocale=de_DE

Systemprobleme nach dem Einsatz des Migrationsassistenten kann man versuchen, durch Entfernen der Startobjekte zu beseitigen. Hierzu geht man so vor:
1. Rechner mit gedrückter Shift-Taste im sicheren Modus starten
2. Systemeinstellung „Benutzer“ > Karteikarte „Startobjekte“ öffnen
3. alle Startobjekte entfernen
4. die Ordner /Library/StartupItems and /System/Library/StartupItems öffnen und Dateien von Drittherstellern entfernen
5. Neustart




3. HARDWARE-URSACHEN



• Eines vorab: Vor jedem Kontakt mit den Innereien und elektronischen Bauteilen eines Rechners sollte man ihn vom Strom getrennt haben und sich selbst entladen, um keine durch elektrische Spannungen verursachten Schäden an der empfindlichen Hardware zu riskieren. Wie das fachgerecht geschieht, zeigt dieses alte Apple-Lehrvideo: http://web.mac.com/lord_philip/apple_1_ ... d_ESD.html


• Dringen Flüssigkeiten ins Gehäuse ein, können die empfindlichen elektronischen Bauteile eines Rechners durch Kurzschluss und Korrosion sehr schnell Schaden nehmen. In diesen Fällen hilft dann häufig nur noch der Austausch der betroffenen Komponenten. Darum ist es ratsam, offene Getränke u. ä. von der empfindlichen Technik stets fernzuhalten.


• Wurde unmittelbar vor dem erstmaligen Auftreten des Problems eine neue Hardware installiert bzw. angeschlossen, sollte man diese als mögliche Fehlerquelle testweise entfernen.


Hardwaretest mit CD/DVD: Der Start mit gedrückter Taste D bringt einen bei eingelegter CD/DVD zum Hardwaretest. Falls dies nicht klappt, muss man beim Start die Taste alt gedrückt halten bis der Startvolume-Manager erscheint, wo man dann "Apple Hardwaretest" auswählt.

Bei Intel-Macs mit Mac OS 10.5.4 oder älter befindet sich der Hardwaretest auf Installations-DVD 1, bei Intel-Macs mit Mac OS 10.5.5 oder neuer auf der Installations-DVD 2.

Ab Mac OS 10.7 funktioniert der Hardwaretest so, wie hier beschrieben:
http://docs.info.apple.com/article.html ... 35727.html

Hier weitere nützliche Infos zum Thema Hardwaretest: http://www.thexlab.com/faqs/aht.html

Apple stellt Image-Downloads von Hardwaretest-CDs für eine Reihe älterer Macs (iBooks, iMacs, eMacs, PowerMac G4, G4 Cube, PowerBook G3 Firewire, G4, Xserve) zur Verfügung.

Damit lässt sich beim Starten des Rechners das Diagnose-Programm öffnen. Das Image muss hierfür zuvor auf eine CD gebrannt werden und lässt sich ab Mac OS 10.1 nutzen.
http://www.info.apple.com/support/aht.html
http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=88048#

Das Brennen muss hierbei aus dem Festplatten-Dienstprogramm erfolgen. Die Vorgehensweise:
1. Festplatten-Dienstprogramm öffnen und das .dmg-File in das Programmfenster ziehen, wenn es nicht von selbst dort erschienen ist.
2. Image markieren und links oben auf den Brennen-Button klicken.
3. Leere CD/DVD einlegen und warten, bis das Festplatten-Dienstprogramm eine bootfähige CD/DVD gebrannt hat.

Hinweis: Das Image darf vorher nicht per Doppelklick gemountet worden sein.


• Bei den neuen iMacs im Alu-Design treten gehäuft Systemabstürze auf, bei denen das Bild einfriert und höchstens der Mauszeiger noch auf Eingaben reagiert. Oft funktioniert der iMac hierbei noch und lediglich die Monitorbildausgabe ist abgestürzt.

Ein Graphics Firmware Update könnte dieses Problem beheben. Es aktualisiert die Firmware der ATI Radeon HD 2600 Pro. Version 1.2.1 ist für den Tiger, Version 1.3 für den Leopard.
http://www.apple.com/support/downloads/ ... ate10.html


• Ursache für Startprobleme können bspw. defekte, inkompatible oder nicht fest genug sitzende RAM-Riegel sein. Ein Anzeichen dafür ist, dass der Rechner beim Hochfahren hängen bleibt, auch beim Start von einer DVD/CD. Oft passiert dies dann an der selben Stelle.

RAM-Probleme kann das Programm Memtest entdecken, wenn auch nicht mit der Zuverlässigkeit der Diagnose-Tools hauptberuflicher Apple-Schrauber.


Aufheulende Lüfter können als Ursache einen nicht fest genug sitzenden RAM-Riegel oder einen CPU-lastigen Prozess haben, den man im Dienstprogramm Aktivitäts-Anzeige finden und beenden kann.

Auch kann es helfen, den Rechner nach dem Ausschalten komplett vom Stromnetz zu nehmen und eine eventuell vorhandene Steckerleiste deutlich später auszuschalten oder eingeschaltet zu lassen bzw. ganz auf eine Steckerleiste zu verzichten.

Schuld kann auch ein defekter Temperatursensor sein.


• Verwendet man mehrere interne Festplatten, können als Problemursache ein oder mehrere Jumper auf der Rückseite der Platte falsch gesetzt sein. Deren Anordnung ist von Typ zu Typ verschieden und kann der Anleitung des HD-Herstellers entnommen werden. Die den ATA-Platten zeitlich folgenden SATA-Platten arbeiten ohne diese Jumper.


Systemwarntöne beim Start: Der Mac kann seinem Herrchen oder Frauchen mit einer Folge von Pieptönen beim Start mitteilen, wo ihn der Schuh drückt. Um das Klagelied eines Mac zu hören, muss der Startton eingeschaltet sein. Hier die Übersetzung der möglichen Stoßseufzer:

1 x Biep = no RAM installed
2 x Biep = incompatible RAM types
3 x Biep = no good banks
4 x Biep = no good boot images in the boot ROM and/or bad sys config block
5 x Biep = processor is not usable

Die ab Ende 2005 vertriebenen PowerMacs G5 verfügen über sechs bzw. sieben integrierte Diagnose-LEDs auf der Hauptplatine. Sie befinden sich links neben der obersten Bank der RAM-Steckplätze. Zusätzlich existiert eine LED an der Rechner-Vorderseite. Hier wird erklärt, bei welchem Problem die LEDs wie blinken:
http://docs.info.apple.com/article.html ... =302527-de

Die ab 2007 vertriebenen iMacs im Alu-Look besitzen keine Power-LED mehr. Sie melden die eine oder andere Befindlichkeit folgendermaßen:

- 1 tone, a 5-second pause, repeat: No RAM installed
- 3 successive tones, a 5-second pause, 3 successive tones: RAM does not pass data integrity check
- 1 long tone when holding down the power button: Firmware upgrade in process.
- 3 long tones, 3 short tones, 3 long tones: Firmware restoration from CD in process
http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=306396

Ist nach dem Einschalten ein mehrsekündiger tiefer Tuuut-Ton zu hören und startet der Mac ansonsten normal, könnte schlicht und ergreifend der Startknopf verkantet sein. Man kann dann vorsichtig versuchen, ihn wieder zu lösen.


• Auch einige Apple Cinema Displays melden durch Blinkzeichen ihrer Power-LED Probleme: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=88366

- short, short, short: The display is detecting wrong video format or an unsupported resolution. Verify that your equipment is compatible and restart the computer. If the issue continues, reset the PRAM.

- short, long, short: Make sure you are using the correct power adapter with the display. This alert will only appear on displays built in '04 or later which require an external power adapter.

- short, short, long: The display is detecting a backlight error. Check your display's power connections and restart the computer. If the problem continues, contact Apple or an Apple Authorized Service Provider.


• Problemursache können auch Peripheriegeräte wie Drucker, Scanner usw. sein. Diese stöpselt man außer Maus und Tastatur komplett ab und startet den Mac anschließend neu. Danach wird immer nur eines der Geräte wieder angestöpselt, jeweils gefolgt von einem Neustart, bis der Bösewicht schließlich ermittelt ist.


• Bei Kernel Panics und Startproblemen kommen als Übeltäter zudem locker sitzende Kabel oder Karten wie z. B. Airportkarte, Grafikkarte u. a. in Frage.


• Auch Staub und Verschmutzungen im Rechner-Gehäuse können Probleme verursachen. Ein vorsichtiges Aussaugen kann bisweilen schon helfen. Besser wäre ein Ausblasen mit Druckluft. Je nach Stärke des Luftdrucks sollte man zu den empfindlichen Innereien gebührenden Abstand halten und die Lüfterräder bspw. mit einem Stift zuvor blockieren. Dies verhindert ein gegenläufiges Drehen des Lüfterrads, was ansonsten zu Schäden führen kann. Nach Abschluss der Reinigungsarbeiten die Blockade wieder beseitigen – wird gerne vergessen.


• Bleibt der Bildschirm schwarz oder hört man nur einen abbrechenden Startgong, kann ein Schalter defekt sein.

In diesem Fall kann es helfen, den Mac auszuschalten, dann den Netzstecker ein- und auszustöpseln und anschließend den Rechner wieder neu zu starten. Zur Not muss das Prozedere wiederholt werden. Sollte die Methode erfolgreich sein, ist es natürlich langfristig sinnvoller, den defekten Schalter zu erneuern.

Bleibt an einem MacBook Pro der Bildschirm schwarz bzw. kommt es zu fehlerhafter oder fehlender Video-Darstellung, handelt es sich eventuell um den bekannten Serienfehler des NVIDIA GeForce 8600M GT-Grafikchips. In diesem Fall greift binnen vier Jahren ab Kauf, also auch bei bereits abgelaufener Garantie, ein kostenloses Reparaturprogramm von Apple. Näheres dazu kann man hier nachlesen: http://support.apple.com/kb/TS2377?viewlocale=de_DE


• Zu Problemen kann es kommen, wenn auf der HD zu wenig freier Speicher vorhanden ist. Apple empfiehlt aus diesem Grund, möglichst immer fünf bis zehn Prozent der HD freizuhalten.


• Probleme mit der Spannungsversorgung können bei Intel-Macs Ruhezustand, Lüftersteuerung, Startvorgang und Monitorbilddarstellung behindern. Diese Probleme lassen sich evtl. durch einen Reset des SMC (System Management Controller) beheben.

Wie der SMC-Reset bei den verschiedenen Intel-Macs funktioniert, wird hier beschrieben: http://support.apple.com/kb/HT3964?viewlocale=de_DE

Kann der Rechner nicht in den Ruhezustand wechseln, könnte dies auch mit einem USB-Gerät zusammenhängen, das ihn hieran hindert.


• Im Dienstprogramm System Profiler lässt sich überprüfen, ob Hard- und Software vom System noch erkannt werden.


• Im Dienstprogramm Aktivitätsanzeige können Informationen über laufende Prozesse eingesehen werden. Dort lassen sich störende oder fehlerhafte Prozesse durch Markieren und anschließenden Klick auf das rote Stoppschild zudem beenden.

Die Funktionen der dort angezeigten Systemprozesse kann man übrigens hier nachlesen:
viewtopic.php?t=44285


• Ist der Start von der System-CD/DVD mit gedrückter Taste C nicht möglich, hält man beim nächsten Startversuch die alt-Taste gedrückt. Dann kann man im Startup-Manager die CD/DVD evtl. als Startvolume auswählen.

Notstart-Partition ab Mac OS 10.7: Wenn man beim Start die Tasten Befehl und R drückt, entdeckt man im Startup-Manager eine bei der Installation im Hintergrund mitinstallierte zusätzliche Partition namens „Recovery HD“. Weder Finder noch Festplatten-Dienstprogramm zeigen diese ca. 650 MB große Partition an. Sie ersetzt in Notfällen den Start von der seit Mac OS 10.7 Lion nicht mehr existierenden System-DVD. Man hat nach dem Start von „Recovery HD“ die Möglichkeit, das Festplatten-Dienstprogramm einzusetzen, das System aus einem Time Machine-Backup wiederherzustellen oder das System neu zu installieren.

Eine Alternative ist der Lion Recovery Disk Assistant. Apple bietet damit die Möglichkeit, ein startfähiges System auf einem USB-Stick oder einem anderen externen Medium zu installieren: http://support.apple.com/kb/HT4848

Hierzu eine detaillierte Anleitung: viewtopic.php?p=1096600#p1096600


• Man kann die Problemursache (Hard- oder Software?) im Rahmen eines Ausschlussverfahrens einkreisen. Hierzu startet man den Rechner über den Startup-Manager von einer anderen Partition der selben Platte.

Gelingt dies, liegt vermutlich kein Hardware- sondern "nur" ein Software- bzw. System-Problem der nicht startfähigen Partition vor (Tipps hierzu s. u.). Gelingt dies nicht, sollte man über den Startup-Manager versuchen, den Mac von einer anderen internen Platte zu starten.


Gelingt deren Start, liegt wahrscheinlich ein Hardware-Problem der ersten Platte vor (HD-Schaden, loses HD-Kabel o. ä.). Gelingt auch der Start dieser zweiten Platte nicht, liegt vermutlich ein Problem der Rechner-Hardware vor, denn dass beide Platten gleichzeitig den Geist aufgeben, ist eher unwahrscheinlich.

Alternativ kann man die Problem-HD auch ausbauen und als externe HD an dem Mac anschließen oder extern oder intern an einem anderen Mac anschließen.


• Sollte der Übeltäter eine defekte HD sein, lassen sich mit etwas Glück zumindest die darauf befindlichen Daten retten (s. u.).


Reparaturanleitungen für die meisten Rechner-Typen findet man hier:
viewtopic.php?t=29421


• Hier finden sich noch einige Ratschläge, mit denen man die Batterie-Laufzeit und die Lebensdauer der Batterie der Apple-Notebooks verlängern kann:
http://www.apple.com/de/batteries/notebooks.html


• Sollten die Firewire-Ports defekt sein, ist der Einbau einer Firewire-Karte mitunter günstiger.


• Einigen MacBook Pro-Modellen fehlt der Firewire 400-Anschluss. Hierfür bietet das Unternehmen Sonnet Technologies eine Hardware-Lösung:
http://www.openpr.de/news/278740/Sonnet ... rueck.html


• Hat man mit Tastaturproblemen zu kämpfen, findet man hier einige Tipps:
http://support.apple.com/kb/TS1381?locale=de_DE
http://www.apple.com/de/support/keyboard/

Bleibt die Tastaturbelegung nicht in der eingestellten Sprache, kann man in der Systemeinstellung „Landeseinstellungen“ unter „Tastaturmenü“ bei den störenden Schriften den Haken entfernen.

Bei einem Laptop hilft oft schon dieser einfache Trick: Stromkabel weg > Akku raus > Moment warten > Akku wieder rein > Neustart.

Ansonsten könnte es sein, dass man mit der Taste NUM F6 das Tastenfeld (außer dem rechten Nummernblock) versehentlich gesperrt hat. Das Entsperren funktioniert dann ebenfalls mit dieser Taste.


• Lässt sich die Systemsprache für Menüs, Dialoge usw. nicht ändern, kann man im Ordner Volume XY/System/Library/CoreServices das Programm LanguageChooser.app starten, die Systemsprache auswählen und dann den Rechner neu starten.


• Natürlich kann auch die Festplatte selbst beschädigt sein. Hierzu befinden sich weitere Informationen unter Punkt 7 dieses How-to.




4. SOFTWARE- UND SYSTEM-URSACHEN



• Allheilmittel vieler Probleme ist ein simpler Neustart des Mac.


• Helfen kann oft auch schon ein Neustart des Finders (Apfel + alt + esc) oder das Ab- und Anmelden des Benutzers. Zum Einkreisen der Problemursache wechselt man testhalber den Benutzer oder legt, falls noch nicht vorhanden, einen neuen Benutzer an.


• Wurde unmittelbar vor dem erstmaligen Auftreten des Problems eine neue Software installiert, sollte man diese als mögliche Fehlerquelle vollständig entfernen.


• Hier kann man nachlesen, welche Startroutinen von einem Intel-Mac durchlaufen werden und wo es haken könnte: http://support.apple.com/kb/HT2674?viewlocale=de_DE


• Das Festplatten-Dienstprogramm (FDP)

Bei vielen System- und auch Programmproblemen können Überprüfung und Reparatur von Volumes und Zugriffsrechten helfen. Sie lassen sich mit der Ersten Hilfe des FDP (s. Ordner "Dienstprogramme") durchführen.

Die Überprüfung von Volumes und Zugriffsrechten ist seit Mac OS 10.4.3 auch auf dem Startvolume selbst möglich. Lediglich für die Reparatur des Startvolumes muss von der Installations-CD/DVD gestartet werden oder von einem anderen Laufwerk, auf dem sich das FDP befindet.

Man sollte grundsätzlich nur das zur selben System-Version gehörige Festplatten-Dienstprogramm verwenden, also bspw. nicht versuchen, von Tiger aus ein Leopard-System oder umgekehrt zu reparieren oder von Panther aus ein Tiger-System o. ä.

Zur Rechtereparatur sollte man möglichst auch nicht von der System-CD/DVD einer älteren oder neueren System-Version starten, sondern am besten von einem Laufwerk-Volume mit der selben System-Version wie auf dem zu reparierenden Volume.

Durch vorangegangene Software-Aktualisierungen können nämlich Dateiberechtigungen geändert worden sein und in diesem Falle auch die FDP-Version (um die neuen Berechtigungen bei künftigen Rechtereparaturen mit dem FDP zu berücksichtigen).

Wenn das FDP von einem Volume mit gleicher System-Version ausgeführt wird, ist also sichergestellt, dass durch Software-Aktualisierungen vorgenommene Rechte-Änderungen erhalten bleiben. Bei der Reparatur mit einem älteren oder neueren FDP wäre dies nicht gewährleistet.
http://support.apple.com/kb/HT1452?viewlocale=de_DE

Zur Reparatur eines Volumes per Installations-CD/DVD geht man so vor: CD Nr. 1 bzw. DVD einlegen > mit gedrückter C-Taste von dieser starten > Installationsprogramm starten > Deutsch als Sprache wählen > nun nicht weiter fortfahren, sondern in der Menüleiste das FDP aufrufen > Erste Hilfe > Volume reparieren > nach erfolgreicher Reparatur das FDP beenden > Installationsprogramm beenden > Mac neustarten > CD/DVD auswerfen > Rechte in der Ersten Hilfe des FDP reparieren.

Manchmal gelingt die Reparatur erst nach mehrmaligem Durchlauf. Man sollte die Erste Hilfe nötigenfalls also ruhig vier- bis fünfmal laufen lassen.

Während der Überprüfung oder Reparatur eines Volumes durch das FDP sollte man am Rechner nichts machen. Für die Volume-Reparatur wählt man im linken Übersichtsfenster des FDP nicht das obere HD-Symbol aus, sondern das darunter liegende Volume-Symbol.

Alternativ zur Installations-CD/DVD kann man das FDP die Reparatur auch von einem anderen Startvolume aus durchführen lassen, bspw. von einer im Target-Modus verbundenen HD.

Zum Überprüfen eines Volumes mit daruf befindlichem Classic-Systemordner muss zuvor Classic abgemeldet werden, weil sich ansonsten die zur Überprüfung/Reparatur notwendige Deaktivierung des Volumes nicht durchführen lässt. Zusätzlich sollte man später im FDP unter dem Menüpunkt “Ablage” die Zugriffsrechte für Mac OS 9 reparieren lassen.

Funktioniert die Erste Hilfe des FDP nicht, kann dies daran liegen, dass im Info-Fenster des Volumes die Option “Eigentümer auf diesem Volume ignorieren” aktiviert ist. Diese muss man dann deaktivieren. Ist die Option aktiviert, sind Schreib- und Lesevorgänge zwar ungehindert möglich, allerdings eben nicht der Einsatz des FDP.

Versucht man von einem anderen Volume aus die Überprüfung bzw. Reparatur des Startvolumes, kann mitunter die Fehlermeldung "Das Volume kann nicht deaktiviert werden" auftreten. In diesem Fall sollte man per gedrückter Umschalttaste im sicheren Modus starten, nach dem Anmelden des Users die Umschalttaste bis zum Desktop erneut gedrückt halten und die Überprüfung bzw. Reparatur anschließend nochmals versuchen.

Falls das FDP von keinem Volume aus funktioniert, kann das Problem am Fehlen bestimmter Package-Dateien im Ordner /Library/Receipts liegen. Diese Dateien enthalten Informationen, die vom FDP benötigt werden, um die Zugriffsrechte zu reparieren.

Lösung: Installations-CD 1 bzw. Installations-DVD einlegen und öffnen > Ordner /System/Installation/Packages öffnen > Kopieren von BaseSystem.pkg, AdditionalApplications.pkg, AdditionalFonts.pkg (falls installiert), allen Packages, die auf "...PrinterDrivers.pkg" enden, und allen Language Packages in den Ordner HD/Library/Receipts. Sollte das FDP dann immer noch nicht und auch nicht nach einem Target Modus-Start funktionieren, empfiehlt Apple den Einsatz der Filesystem-Check (fsck)-Methode (siehe unten).

Wenn das FDP die Reparatur der Zugriffsrechte bspw. nach einem Benutzerwechsel nicht durchführt, können die Rechte im Benutzer-Ordner falsch zugewiesen sein. In einem solchen Fall kann u. U. das Programm BatChmod helfen:
http://www.versiontracker.com/dyn/moreinfo/macosx/12057


• Sollte das FDP dennoch seine Dienste verweigern, kann man eine Mac OS-Festplatte zur Not auch von einer Boot Camp-Partition mit Windows und dem Programm MacDrive 7 überprüfen und reparieren.


• Hilfreich bei vielen Problemen mit Finder, System und Apple-Programmen wie Safari, iTunes usw. kann auch das Leeren von Caches mit anschließendem Neustart sein. Wichtig: Hierbei löscht man nicht die Ordner "Caches", sondern nur die in ihnen enthaltenen Unterordner:

1. User XY/Library/Caches
Anmerkung: In Mac OS X 10.7 Lion ist dieser Library-Ordner versteckt. Mit diesen beiden Terminal-Befehlen lässt sich der Ordner sichtbar bzw. wieder unsichtbar machen:

Ordner sichtbar machen: chflags nohidden ~/Library/
Ordner unsichtbar machen: chflags hidden ~/Library/

Alternativ kann man im Finder-Menü unter „Gehe zu“ die alt-Taste gedrückt halten.

2. Library/Caches
3. System/Library/Caches


• Sollten bei Kopierprozessen nicht vorhandene Zugriffsrechte gemeldet werden, geht man so vor: Info-Fenster der/des betroffenen Ordners öffnen > Schloss unten links öffnen > Eigentümer und Zugriffsrechte > Details > Option “Lesen und Schreiben” auswählen.

Wer wissen möchte, was es mit den Zugriffsrechten genau auf sich hat, kann dies hier nachlesen:
http://docs.info.apple.com/article.html ... =106712-de
http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=25751-de
http://docs.info.apple.com/article.html ... =107298-de


• Um zu verhindern, dass sich ein Programm selbsttätig öffnet (z. B. Update-Programme), kann man sämtliche Zugriffsrechte des Nutzers im Info-Fenster des Programmes sperren. Die Einstellungen unter "Eigentümer und Zugriffsrechte" lauten dann:
Sie haben: Keine Rechte
Eigentümer: User XY
Rechte: Keine Rechte
Gruppe: admin
Rechte: Lesen & Schreiben
Andere: Nur Lesen


• Auf keinen Fall sollte man den Namen des persönlichen Nutzer-Ordners manuell ändern, weil dies das System unbenutzbar machen kann. Möchte man den Namen trotzdem ändern, finden sich unter dem folgenden Link einige Tipps. Auf jeden Fall sollte man sicherheitshalber im Besitz eines aktuellen Backup sein.
http://support.apple.com/kb/HT1428?view ... cale=de_DE
http://www.macosxhints.ch/index.php?page=2&hintid=2297


• Scheitert der Systemstart wegen eines vergessenen Administrator- oder Open-Firmware-Passworts, gibt es verschiedene Möglichkeiten, das jeweilige Passwort zurückzusetzen.

Aus Sicherheitsgründen werden diese hier jedoch nicht veröffentlicht. Schließlich dient die Passwortvergabe dem Schutz der persönlichen und beruflichen Daten und soll darum nicht so ohne weiteres ausgehebelt werden können.

Bei der Vergabe eines Open-Firmware-Passworts ist es wichtig, dass dieses auf keinen Fall den Großbuchstaben U enthält.
http://support.apple.com/kb/TA21330


• Wird ein Volume nicht mehr erkannt oder mit fehlerhaftem Icon abgebildet, wurde bei der Rechte-Zuweisung in dessen Info-Fenster möglicherweise die Option “Eigentümer auf diesem Volume ignorieren” aktiviert. In diesem Fall lässt sich auch das Festplatten-Dienstprogramm nicht für das betreffende Volume einsetzen. Das Entfernen des Häkchens sollte das Problem lösen.


Kernel Panic: Eine Kernel Panic ist ein in der Regel sehr seltener Systemabsturz von Mac OS X. Angezeigt wird dieser in einem entsprechenden Fenster, das den Nutzer mehrsprachig auffordert, den Rechner neu zu starten, was man dann auch gehorsam tut.

Häufig ist ein Hardware-Problem oder ein fehlerhafter Hardware-Treiber die Ursache einer Kernel Panic. Sollte man zuvor eine neue Hardware am Mac angeschlossen haben, sollte man diese testweise wieder abstöpseln.

Als Ursache einer Kernel Panic kommen ebenso in Frage fehlerhafte bzw. inkompatible RAM-Riegel, beschädigte oder inkompatible Erweiterungen, zu wenig freier RAM- oder HD-Speicher sowie fehlerhafte Zugriffsrechte.

Nach einer Kernel Panic ist es grundsätzlich ratsam, Volume und Zugriffsrechte zu prüfen und zu reparieren, einen RAM- und Hardwaretest durchzuführen und die fsck-Methode (s. u.) anzuwenden, falls das Festplatten-Dienstprogramm nicht funktioniert.

Hilft dies alles nicht, sollte man diese Schritte durchführen: http://docs.info.apple.com/article.html ... =106464-de
Neue URL: http://support.apple.com/kb/TS1411?viewlocale=de_DE

Sollte das Problem danach immer noch bestehen, bitte hier weiterlesen: http://www.thexlab.com/faqs/kernelpanics.html

Nach einer Kernel Panic findet sich nach dem Neustart bspw. eine entsprechende Datei "panic.log" im Ordner Library/Logs. Einen PRAM-Reset (s. u.) sollte man erst nach Auswertung dieser Log-Datei durchführen, weil sie durch den PRAM-Reset gelöscht wird.

Weitere Lösungsansätze zum Vermeiden und Beseitigen von Kernel Panics kann man hier nachlesen:
http://www.macfixit.com/article.php?sto ... 1080447777

Wer wissen möchte, was es mit einer Kernel Panic auf sich hat und wie man ihre kryptische Log-Meldung nach der Fehlerursache durchforscht, kann hier nachlesen: http://developer.apple.com/technotes/tn2002/tn2063.html


• Das Dienstprogramm Konsole speichert beim Absturz eines Programmes oder des Systems automatisch Fehler-Logs, aus denen man anschließend mit etwas Glück und Geschick die Fehlerursache auslesen kann. Wenn das Problem immer an einer bestimmten Stelle auftritt, zum Beispiel wenn ein Programm unerwartet beendet wird, dann sollte man Konsole vor diesem Ereignis starten. Danach kann man das Problem auslösen und nachsehen, welche Nachrichten gleichzeitig in der Konsole erscheinen.


• Zu Problemen führt auch das Ändern der Zugriffsrechte für die Mac OS X gehörenden Systemdateien und -ordner (z .B. die Ordner “Programme” und “System”). Von deren Zugriffsrechten lässt man darum sicherheitshalber die Finger.


• Helfen kann bspw. ein sicherer Systemstart: Der sog. Safe Boot kann deutlich länger dauern als der gewohnte Startvorgang. Dieser funktioniert so: Nach dem Startgong die Umschalttaste gedrückt halten (wodurch nur die zum Booten benötigten Systemerweiterungen geladen werden) > bei Passwortabfrage dieses eintragen > vor dem Klick auf "Anmelden" wieder die Umschalttaste drücken und gedrückt halten bis das Symbol der Fortschrittsanzeige (drehendes Rad) bzw. “Safe Boot” oder “Sicherer Modus” angezeigt wird.

Die Abläufe werden hier beschrieben: http://docs.info.apple.com/article.html ... =107392-de

Sollte der Mac während des sicheren Systemstarts herunterfahren, sollte man die folgenden Maßnahmen ergreifen:
http://docs.info.apple.com/article.html ... =303573-de


• Ist kein Start von der Install-CD/DVD möglich, sollte man den Problem-Rechner per Target-Modus als externe Firewire-Platte auf einem Hilfsrechner mounten und vom Hilfsrechner aus dann die Reparatur mit der Ersten Hilfe des Festplatten-Dienstprogrammes versuchen.

Der Target-Modus funktioniert so:

1. Beide Rechner mit einem Firewire-Kabel verbinden
2. Hilfsrechner starten (er kann auch bereits laufen)
3. Problem-Rechner starten und dabei an der Tastatur des Problem-Rechners die Taste T bis zum Erscheinen seines Volume-Icons auf dem Monitor des Hilfsrechners drücken. Auf dem Monitor des Problem-Rechners müsste dann ein großes Firewire-Symbol kreisen.
4. Vom Hilfsrechner aus die Reparatur des Problem-Rechners versuchen
5. Am Ende der Reparatur das Volume-Icon des Problem-Rechner durch Ziehen auf den Papierkorb beim System abmelden
6. Problemrechner ausschalten
7. Firewire-Kabel abziehen

http://support.apple.com/kb/HT1661

Der Target-Modus eignet sich auch gut für einen Datentransfer zwischen Macs und für die Migration von Benutzer- und Programmordner, wobei für den Programmordner natürlich die PPC-Intel-Differenz zu berücksichtigen ist.

Benutzt man noch ein altes Mac OS 10.2, kann es bei einigen Rechnern zu Problemen beim Target-Modus kommen. Apple empfiehlt hierzu folgende Lösung: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=75420-de


• HD wird nicht erkannt: Eventuell liegt ein Problem mit dem sogenannten Mount point vor. Darum kann man versuchen, das Volume zu aktivieren. Hierzu gibt es folgende Möglichkeiten:

- Festplatten-Dienstprogramm öffnen > Volume in der Liste auswählen > Ablage > Aktivieren
- von der Install-CD/DVD starten > Festplatten-Dienstprogramm öffnen > Volume in der Liste auswählen > Ablage > Aktivieren.

Bei Problemen mit dem Mount point empfiehlt sich auch der Einsatz des Programmes DiskWarrior: http://alsoft.com


• Es soll in Einzelfällen auch schon geholfen haben, den Rechner, falls möglich, von Mac OS 9 zu starten und dessen Erste Hilfe das Mac OS X-Volume reparieren zu lassen. Vorher sollte man jedoch zur Sicherheit ein Backup aller wichtigen Daten angefertigt haben.


• Sollte es Probleme beim Aktivieren einer dmg-Datei (Disk Image) geben, kann man folgende Maßnahmen ausprobieren:

- Programm Toast öffnen > Reiter Kopieren > Image > dmg-Datei auswählen oder ins Toastfenster ziehen > Befehl „Mount it“. Sollte die Überprüfung abgebrochen werden, kann man sie überspringen, denn die Aktivierung könnte trotzdem klappen.

- Ansonsten kann man die dmg-Datei nochmals herunterladen, da sie beim Download möglicherweise beschädigt wurde. Hilft dies nicht, könnte die Datei bereits beschädigt auf dem Download-Server liegen. In diesem Fall sollte man versuchen, die dmg-Datei aus einer anderen Quelle herunterladen.

- Enthält der dmg-Name Sonderzeichen, die Unix nicht handhaben kann, sollte man diese Zeichen löschen.

- Ist im Info-Fenster der dmg-Datei unter "Öffnen mit" das Programm "DiskImageMounter.app" eingestellt? Wenn nein, lässt es sich hier auswählen: /System/Library/CoreServices/DiskImageMounter.app

- Festplatten-Dienstprogramm > Image ins Fenster ziehen > "Aktivieren" klicken. Falls dies nicht klappt, kann man eine Reparatur des Image im Festplatten-Dienstprogramm versuchen.

- Wird die dmg-Datei in der linken Spalte des Festplatten-Dienstprogrammes angezeigt, das dmg-Icon markieren und Apfel + alt + M (= mount) drücken.

- Helfen kann eventuell auch ein Rechner-Neustart.

- Datei com.apple.frameworks.diskimages.diskimagesuiagent.plist aus dem Ordner User/Library/Preferences löschen und den Mac neustarten

- Das Programm Pacifist kann die in einem Disk Image enthaltenen Dateien und Installationspakete extrahieren: http://www.charlessoft.com/

- Man kann versuchen, die dmg-Datei auf einen anderen Rechner zu kopieren und sie dort zu aktivieren. Funktioniert dies ebenfalls nicht, lässt sich das System als Fehlerursache mit ziemlicher Sicherheit ausschließen. In diesem Fall dürfte die Image-Datei tatsächlich beschädigt sein.

- Es könnte auch eine Reparatur der Zugriffsrechte mit dem Festplatten-Dienstprogramm helfen.


• Funktioniert der Auswurf einer dmg-Datei nicht, kann man im Festplatten-Dienstprogramm die dmg-Datei markieren und den Befehl Apfel + alt + U (= unmount) geben. Hilft dies nicht, kann man im Diensprogramm Aktivitätsanzeige den Prozess "diskimages-helper" beenden.


• Hat man versehentlich seinen persönlichen User-Ordner aus dem Ordner „Benutzer“ gezogen und hat das System als Ersatz einen neuen User-Ordner angelegt, kann man seinen bisherigen User-Ordner nicht einfach zurückschieben, sondern geht am besten so vor: viewtopic.php?p=946897#p946897





(Fortsetzung s. #2)
Zuletzt geändert von Macmacfriend am Do Sep 10, 2009 11:07, insgesamt 20-mal geändert.

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2  Sa Aug 09, 2008 8:09
Fortsetzung ...



PRAM-Reset: Nach dem Startgong die Tasten Apfel + alt + P + R gedrückt halten und nach dem vierten Gong loslassen (dauert ein kleines Weilchen). Der PRAM-Reset funktioniert jedoch nicht, wenn ein Firmware-Passwort vergeben wurde, um unautorisierte Starts von fremden Volumes zu verhindern. Das Passwort muss man dann vorher zurücksetzen.

PRAM (Parameter Random Access Memory) ist ein Zwischenspeicher zur Unterstützung des Betriebssystems.

Bevor man nach einer Kernel Panic einen PRAM-Reset durchführt, sollte man das Panic Log der Konsole auswerten, weil diese Log-Datei beim PRAM-Reset gelöscht wird.

Im PRAM werden diese Parameter gespeichert: AppleTalk Status, Konfiguration serieller Ports und Port-Definitionen, Einstellungen des Weckers, Schriftinformationen, Standort serieller Drucker, Autokey-Rate, Autokey-Verzögerung, Lautstärke, Warnton, Doppelklickintervall, Blinkzeit Pfeilsymbol (Geschwindigkeit der Einfügemarke), Mausskalierung (Mausgeschwindigkeit), Startvolume, Menüblinkzähler, Monitortiefe, 32-Bit-Adressierung, Virtueller Speicher, RAM-Medium, Festplattencache.

Aber keine Sorge: Man muss nach einem PRAM-Reset diese Werte nicht alle neu eingeben. Lediglich das Startvolume muss man in der Systemeinstellung „Startvolume“ nach einem PRAM-Reset zumeist neu auswählen.


• Sonstige Hardware (z. B. CD-Laufwerk, Monitor usw.) funktioniert nicht oder es wird nicht der vollständige RAM erkannt: Auch in solchen Fällen kann ein PRAM-Reset oftmals helfen.


NV-RAM-Reset: Das NV-RAM wird beim PRAM-Reset nicht vollständig zurückgesetzt. Dieses kann man aber in der sogenannten Open Firmware löschen.

Dies funktioniert jedoch nur bei PPC-Macs und nicht bei Intel-Macs, da letztere statt der Open Firmware mit einer nicht zugänglichen EFI (Extensible Firmware Interface = Erweiterbare Firmware-Schnittstelle) arbeiten.

Für den NV-RAM-Reset bei PPC-Macs hält man nach dem Startgong die Tasten Apfel + alt + O + F gedrückt und gibt nach Erreichen der Open Firmware die unten aufgeführten Befehle ein. Den Bindestrich erzeugt man dabei mit der Taste ß, weil der Mac in diesem Status noch mit der amerikanischen Tastaturbelegung arbeitet. Am Ende sollte der Mac neustarten.

reset-nvram
OK-Taste drücken
set-defaults
OK-Taste drücken
reset-all
OK-Taste drücken

Der Reset des NV-RAM kann auch dann helfen, wenn der Mac nicht durchstartet, sondern zunächst dessen Open Firmware mit dem Hinweis „To continue booting, type 'mac-boot' and press return“ eine Passworteingabe verlangt.


AppleJack ist ein kleiner Notfallassistent, der die Start-CD/DVD überflüssig macht. Die Software repariert Festplattenpartitionen und Zugriffsrechte, überprüft die Systemkonfigurationen und restauriert zudem beschädigte Cache-Dateien.

Sehr wichtig: AppleJack darf nur im Single-User-Modus benutzt werden. Startet man das Programm hingegen von einem angemeldeten Benutzer-Account aus, kann dies wegen des Löschens systemwichtiger Dateien durch AppleJack zu einer Beschädigung des Betriebssystems führen.

Um AppleJack zu aktivieren, startet man den Rechner im Single-User-Modus, indem man nach dem Start Apfel + S gedrückt hält. Anschließend muss nur noch "applejack" eingegeben werden. Dann kann man auswählen, was das Programm machen sollen.

Wer alternativ "applejack auto" eingibt, muss sich um nichts weiter kümmern. Das Programm erledigt alle notwendigen Schritte zurück zu einem funktionierenden System selbstständig. Das Kommando "applejack auto restart" führt anschließend automatisch einen erneuten Systemstart durch. Quelle: http://applejack.sourceforge.net/


File System Check (fsck): Die fsck-Methode sollte man nur dann anwenden, wenn kein sicherer Systemstart (s. o.) möglich ist, keine Install-CD/DVD zum Einsatz des Festplatten-Dienstprogrammes vorhanden ist oder sich das Festplatten-Dienstprogramm nach einem Start von der Install-CD/DVD oder einem anderen startfähigen Mac OS X-Volume nicht für das betroffene Volume aufrufen lässt.

Der File System Check ist nichts anderes als das Festplatten-Dienstprogramm in Unix-Reinkultur. Für die fsck-Methode klickt man beim Start die Tasten Apfel + S. Nun bootet den Rechner im sogenannten Single-User-Modus. Es erscheinen statt des Startfensters Textzeilen, woraufhin man die Tasten loslässt.

Wird die Kommandozeile "file system dirty, run fsck" angezeigt, ist kein Neustart nötig. Bleibt man jedoch nach Drücken von Apfel + S in den Überresten eines früheren Startvorgangs hängen, muss man zuvor einen Neustart erzwingen. Hierzu drückt man einige Sekunden den Einschaltknopf oder, falls dies nicht klappt, die Tasten Control + Apfel + Einschalttaste.

Achtung: Der Mac verwendet in diesem Stadium noch die amerikanische Tastaturbelegung. Daher muss man bei der folgenden Eingabe die Taste Z für das y und die Taste ß für den Bindestrich verwenden. Beim PowerBook oder iBook wird der Bindestrich mit der Tastenkombination fn - ö erzeugt. Bei der Eingabe auch den Leerschritt zwischen k und Bindestrich beachten.

Eingabe bei nicht als "journaled" eingestellten Dateisystemen hinter dem Eintrag localhost# (s. letzte Zeile): fsck -y oder /sbin/fsck -y

Eingabe bei als "journaled" eingestellten Dateisystemen hinter dem Eintrag localhost# (s. letzte Zeile): fsck -fy oder /sbin/fsck -fy

Nach der Eingabe von fsck -y bzw. fsck -fy drückt man die Enter-Taste und wartet. Die Platte wird nun in fünf Phasen kontrolliert und repariert. Das kann durchaus eine Weile dauern und der Rechner kann dabei ziemlich aufdrehen und die Lüfter heulen lassen. Das ist aber kein Grund zur Sorge.

Es steht immer auf dem Bildschirm, was fsck gerade macht, z.B. "Checking Catalog file" oder "Checking Catalog hierarchy". Wird ein Problem gefunden, wird dieses angezeigt, z. B. "Dateien mit falscher Länge" o. ä.

So lange die Meldung "The file system was modified" erscheint, muss man nochmals fsck -fy bzw. fsck -y eingeben. Diese Eingabe und den damit ausgelösten Prüf- und Reparaturvorgang von fsck muss man so oft wiederholen, bis die Meldung "Volume XY appears to be ok" erscheint. Erst dann kann man das Wort reboot eingeben und mit der Entertaste bestätigen, um den nun hoffentlich gesundeten Mac neu zu starten.

In seltenen Fällen kann die Meldung erscheinen, dass eine Reparatur nicht möglich war. Wenn die Zeilenflut am Bildschirm nicht enden will, deutet dies bspw. auf ein vom Rechner nicht erkanntes Gerät hin. In solchen Fällen lässt sich der File System Check mit dem Befehl shutdownnow -h abbrechen. Verdächtige Geräte sollte man dann abstöpseln und den fsck anschließend wiederholen.

Ein jederzeitiges Verlassen des File System Check ist möglich mit der Eingabe exit und anschließendem Drücken der Enter-Taste.

Weitere Einzelheiten zum File System Check kann man hier nachlesen:
http://docs.info.apple.com/article.html ... =106214-de


Pufferbatterie leer oder defekt: Ein sicheres Indiz dafür ist das Datum 01.01.1904, 27.08.1956, 31.12.1969 oder 01.01.1970 in der Menüleiste.

Folge einer leeren Pufferbatterie kann u. a. sein, dass der Mac nicht mehr startet. In dieser Situation hört man weder Lüfter noch Festplattengeräusche und die Power-LED leuchtet nicht. Man muss dann die leere Batterie gegen eine volle des gleichen Typs ersetzen.

Den richtigen Batterie-Typ für ältere Macs findet man hier: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=11751
http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=86181

Und hier sollte es sie preiswert geben:
http://www.conrad.de
http://www.reichelt.de


• Bei Problemen mit dem Ruhezustand kann man folgendes versuchen:

- Einstellungen und Zeitplan in der Systemeinstellung „Energie sparen“ überprüfen.

- Mac neustarten.

- Zuvor installierte Software oder Updates entfernen.

- Externe Geräte vom Mac trennen.

- Alle Programme beenden.

- Ursache können auch die Einstellungen des Programmes eyeTV sein.

- Netzwerkverbindungen und Bluetooth-Geräte sowie deren Aktivitäten überprüfen und Optionen zum Aufwecken des Mac deaktivieren.

- Ursache kann im Netzwerkbereich z. B. eine aktivierte Privatfreigabe der iTunes-Bibliothek bei gleichzeitig installierter Apple Remote App auf iPhone bzw. iPad sein. Man muss in diesem Fall zum Beenden der Netzwerkverbindung zum Rechner die Apple Remote App nicht nur schließen, sondern durch Doppelklick auf Home-Taste und rote Minustaste ganz beenden.

- Aus dem Ordner Library/Preferences/SystemConfiguration die Datei com.apple.PowerManagement.plist in den Papierkorb legen (Admin-Passwort benötigt) und den Mac anschließend neu starten.

- Im Konsolen-Log „Alle Meldungen“ (Protokollliste einblenden > Datenbanksuchen > Alle Meldungen) nach Verdächtigen zum Zeitpunkt des Ruhezustand-Befehls suchen. Bei einen Eintrag namens „efax“ kann man z. B. nachsehen, ob sich in der Druckerliste der Systemeinstellung „Drucken & Faxen“ ein internes Modem befindet und es dann löschen.

- In der Systemeinstellung „Drucken & Faxen“ unter „Drucker-Warteliste öffnen“ bzw. „Fax-Warteliste öffnen“ und alte Druck- bzw. Faxaufträge aus der Warteliste löschen

- Sind dort keine Druck- bzw- Faxaufträge gelistet, kann man sie u. U. mit dem Common Unix Printig System (CUPS) und seinem lokalen Link http://127.0.0.1:631/jobs sichtbar machen und löschen.

- Der sogenannte hibernatemode sollte auf 0 stehen. Im Terminal kann man sich mit dem Befehl pmset -g | grep hibernatemode und anschließendem Drücken der Enter-Teste den Wert des hibernatemode anzeigen lassen. Ist der Wert nicht 0, kann man ihn mit folgendem Terminal-Befehl, gefolgt vom Drücken der Enter-Taste, auf 0 setzen:
sudo pmset -a hibernatemode 0

- Leeren (nicht Löschen!!!) dieser drei Ordner namens „Caches“, gefolgt von einem Neustart des Mac:
1. /System/Library/Caches
2. /Library/Caches
3. ~/Library/Caches

- PRAM-Reset (nach Startgong die Tasten cmd + alt + P + R gedrückt halten und nach dem vierten Gong loslassen)

- SMC-Reset (Anleitungen s. u.)

- Installation des Combo-Updates

Eine Beschleunigung des Laptop-Ruhezustands ist möglich, indem man mittels Terminal den seit Oktober 2005 von Apple eingeführten Safe-Sleep-Modus abstellt. Wie das geht, steht hier: http://www.fscklog.com/2008/02/schnellschlaf-s.html


Rechner geht nicht mehr aus: Falls ein PRAM-Reset nicht hilft, kann man die folgenden Dateien löschen:
HD/Library/Preferences/SystemConfiguration/com.apple.PowerManagement.plist
HD/Library/Preferences/SystemConfiguration/com.apple.AutoWake.plist
User XY/Library/Preferences/com.apple.systemuiserver.plist

Falls das nicht hilft, kann man auch AppleJack (s. o.) einsetzen.


Runterfahren des Rechners wird unterbrochen: Kommt es nach dem Ausschalten-Befehl zur Meldung, dass bzgl. eines Programms oder einer Systemkomponente der Abmeldevorgang wegen einer Zeitüberschreitung abgebrochen wurde, kann es helfen, mit dem Festplatten-Dienstprogramm die Zugriffsrechte reparieren zu lassen.

Hilft dies nicht, kann man außerdem die Inhalte (!) der u. g. Ordner „Caches“ löschen, also nicht die Ordner namens „Caches“ selbst, sondern wohlgemerkt nur die Unterordner und Dateien in den Ordnern „Caches“:

1. UserXY/Library/Caches
Anmerkung: In Mac OS X 10.7 Lion ist dieser Library-Ordner versteckt. Mit diesen beiden Terminal-Befehlen lässt sich der Ordner sichtbar bzw. wieder unsichtbar machen:
Ordner sichtbar machen: chflags nohidden ~/Library/
Ordner unsichtbar machen: chflags hidden ~/Library
Alternativ kann man im Finder-Menü unter „Gehe zu“ die alt-Taste gedrückt halten.
2. Library/Caches
3. System/Library/Caches

Danach macht man einen Neustart.


• Stoppt der Rechner seinen Startvorgang mit einem Ordner mit blinkendem Fragezeichen, Halteverbotsschild oder einem beschädigten Ordner-Symbol, findet er kein startfähiges System.

Eventuell genügt es in dem Fall schon, den Mac mit gedrückter Umschalttaste im sicheren Modus oder mit gedrückter alt-Taste zum Erreichen des Startup-Managers zu starten und anschließend in der Systemeinstellung „Startvolume“ das entsprechende Volume auszuwählen und dann einen Neustart zu machen.

Sollten hierzu alle in diesem Thread genannten Start-Varianten erfolglos bleiben, könnte auch die HD, RAM oder auch eine andere Hardware-Komponente defekt oder nicht richtig angeschlossen sein.

Ansonsten können noch diese Tipps helfen:
http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=58042-de


• Bei zu großer Wärme oder Hitze bzw. zu niedrig drehendem Lüfter kann das Programm smcFanControl helfen: http://www.eidac.de/


Rechner geht aus: Ursache kann Überhitzung z. B. wegen Staub im Gehäuse sein. Möglich ist ebenso ein defektes Peripheriegerät. Darum sollte man alle Geräte testweise abstöpseln bis auf Maus und Tastatur, die man beim Test auch nicht per Hub, sondern direkt am Mac anschließt. Im schlimmsten Falle kommt auch ein defektes Netzteil in Frage.

Geht der Rechner aus, obwohl man ihn lediglich in den Ruhezustand versetzen wollte, kann diese Lösung helfen:
viewtopic.php?p=745724#745724


Rechner geht selbstständig an: Grund dieses geisterhaften Verhaltens kann die Remote-Steuerung des Programmes eyeTV sein. In dem Fall kann es helfen, die Datei /Library/Preferences/SystemConfiguration/com.apple.AutoWake.plist zu löschen.

In Frage kommt auch eine entsprechende Konfiguration in der Systemeinstellung „Energie sparen“.

Unter bestimmten Bedingungen kann ein Spannungsabfall im Netz beim Ein- oder Ausschalten eines anderen Geräts an der selben Steckdosenleiste oder hinter der selben Sicherung oder das Senden sog. Steuersignale durch den Energieversorger den Mac ebenfalls aus dem Ruhezustand aufwecken. In diesen Fällen sollte man den Rechner bspw. an eine andere Steckdosenleiste bzw. an eine mit separatem Ein- und Ausschalter anschließen.

Eine weitere Ursache kann ein Peripherie-Gerät sein, das an der selben Steckdosenleiste angeschlossen ist und mit dieser eingeschaltet wird. Besonders bei USB-Hubs wurde dieses Phänomen beobachtet.

Übeltäter kann auch die Datei com.apple.AutoWake.plist sein, die sich im Verzeichnis /Library/Preferences/SystemConfiguration befindet. Man zieht diese Datei in den Papierkorb und startet das System anschließend neu. Das System legt diese Datei beim Neustart neu an. Falls alles funktioniert, kann man die alte Datei löschen.


Der Mac schweigt: Falls plötzlich kein Ton mehr zu hören ist, könnte im Dienstprogramm Audio-MIDI-Setup der Wert für den Ausgang verstellt sein. Dort müssen 41.100 Hz eingestellt sein.

Eine streikende Tonwiedergabe kann manchmal auch auch schon durch Starten von GarageBand behoben werden.

Eventuell hat man auch nur versehentlich die Stummschalttaste erwischt.

Mit etwas Glück können auch PMU-Reset (bei PPC-Macs) bzw. SMC-Reset (bei Intel-Macs) das Problem lösen. Auch einen PRAM-Reset sollte man machen.

Um zu prüfen, ob das Problem systemweit existiert oder nur im gerade angemeldeten Benutzer, kann man die Tonwiedergabe mit einem anderen Benutzer testen.

Verwendet man externe Lautsprecher, sollte man diese vom Mac trennen bzw. ihre Kabel prüfen und testweise austauschen.

Mitunter kann die Audio-Buchse am Mac etwas verbogen sein oder klemmen. In diesem Fall kann es helfen, einen passenden Klinkenstecker in den Audio-Anschluss zu stecken und ihn etwas zu drehen und hin und her zu wackeln.


Langsamer Rechnerstart, langsames System: In der Systemeinstellung “Startvolume” sollte zur Beschleunigung des Boot-Vorgangs die interne HD ausgewählt sein. Ansonsten sucht der Rechner zunächst eine ganze Weile nach bootfähigen Server-Volumes und greift erst zum Schluss auf das interne Volume zurück.

Eventuell legt Spotlight gerade einen neuen Index an. In dem Fall kann man nach dem Klick auf die Lupe sehen, wie lange die Indizierung noch dauert. Danach läuft der Mac wieder deutlich schneller, sofern ihn kein anderes Problem ausbremst.

Ursache für ein häufigeres blockierendes Indizieren von Spotlight können defekte oder stark fragmentierte, größere Dateien wie z. B. Videos sein. Mit einem Programm wie z. B.Drive Genius kann man dies prüfen.

Um das Indizieren von Spotlight als Übeltäter feststellen oder ausschließen zu können, kann man Spotlight im Terminal mit dem Befehl sudo mdutil -a -i off deaktivieren. Um es wieder zu aktivieren, gibt man den Befehl sudo mdutil -a -i on ein.

Will und kann man ganz auf Spotlight verzichten, lässt sich alternativ ein Programm wie z. B. EasyFind nutzen.


Um die Arbeit von System und Programmen zu beschleunigen, kann es oftmals auch bereits helfen, die folgenden drei Ordner „Caches“ zu leeren und danach einen Neustart durchzuführen. Wichtig: Hierbei löscht man nicht die Ordner „Caches“ selbst, sondern nur deren Inhalt:

1. UserXY/Library/Caches
Anmerkung: In Mac OS X 10.7 Lion ist dieser Library-Ordner versteckt. Mit diesen beiden Terminal-Befehlen lässt sich der Ordner sichtbar bzw. wieder unsichtbar machen:
Ordner sichtbar machen: chflags nohidden ~/Library/
Ordner unsichtbar machen: chflags hidden ~/Library
2. Library/Caches
3. System/Library/Caches

Anschließend werden evtl. einige Benutzer-Icons u. ä. verloren gegangen sein, die sich aber leicht wiederherstellen lassen und der erste Neustart wird etwas länger dauern, weil die geleerten Caches neu aufgebaut werden müssen. Auch können Meldungen auftauchen, dass das Programm XY zum ersten Mal gestartet wird – einfach mit OK bestätigen.

Statt die Caches manuell zu leeren, kann man hierfür auch das Programm Yasu verwenden. Allerdings sollte man hier, um keine evtl. folgenreichen tieferen Systemeingriffe vorzunehmen, nur die folgenden acht Optionen aktivieren:

- Systemcache leeren
- Lokalen Cache leeren
- Benutzer-Cache leeren
- Systemschriften-Cache leeren
- Lokalen Schriften-Cache leeren
- Benutzerschriften-Cache leeren
- Auslagerungsdateien löschen
- Browser-Cache leeren

Ursache eines langsamen Systems können auch zu viele Schriften sein, die vom System und den Programmen schließlich erst geladen werden müssen.

Desweiteren kann ein CPU-lastiger Prozess die Ursache sein. Diesen kann man im Dienstprogramm Aktivitäts-Anzeige finden und beenden.

Möglich ist auch, dass mehrere root-Prozesse namens „makequeues“, welche für die Verwaltung der Druckerwarteschlangen verantwortlich sind, den Rechner ausbremsen. In diesem Fall kann man nachsehen, ob in der Druckerliste mehrere identische Drucker existieren und diese dann entfernen.

Es kann auch sein, dass von einem deinstallierten Programm immer noch ein Startobjekt existiert. Dieses sollte man dann entfernen.

Außerdem kann ein Rechner bei zu wenig freiem Festplattenspeicher langsamer werden. Zehn Prozent der HD-Kapazität sollten darum mindestens frei bleiben.

Gleiches gilt bei zu wenig RAM, weil hierbei fehlender Arbeitsspeicher von der Festplatte bezogen werden muss, was zeitaufwändige Schreib- und Lesezugriffe bedeutet.

Mit RAM sollte man bei einem Rechner also nie geizen, insbesondere beim Arbeiten mit großen Dateien oder vielen gleichzeitig geöffneten großen Programmen.

Sind auf der HD viele große Film-Dateien u. ä. gespeichert, kann sie stark fragmentiert sein. Hierdurch kann es zu längeren Start- und Arbeitsprozessen kommen. In diesem Fall könnte eine Defragmentierung mit einem Programm wie iDefrag helfen. Ein aktuelles Backup sollte jedoch, wie bei allen die Datenverwaltung betreffenden Eingriffen, vorliegen.
http://www.coriolis-systems.com/

Weitere Ursachen können die Suche nach einem Netzwerk-Laufwerk, ein übervoller Schreibtisch oder ein schon lange nicht mehr geleerter Papierkorb sein.

Sollte keiner dieser Schritte helfen, kann unter Umständen das Programm Disk Warrior das Problem beheben.


Langsamer Schreibtischaufbau, langsames Öffnen von Fenstern: In diesem Fall kann man die automatisch angezeigten Netzwerk-Laufwerke deaktivieren. Diese befinden sich in der linken Seitenleiste des Finderfensters.

Hilft dies nicht, lässt sich die Datei com.apple.sidebarlists.plist im Ordner User XY/Library/Preferences löschen.

Falls kein Finderfenster mehr zu öffnen ist, kann man das Terminal zum Löschen der genannten Datei verwenden. Zudem sollte man die Schrift-Caches leeren.

Es könnte auch der Schreibtisch mit zu vielen Dateien überladen sein oder der Papierkorb eine Leerung benötigen.

Sollte keiner dieser Schritte helfen, kann unter Umständen auch hier Disk Warrior das Problem lösen.


Finderfenster behalten gewünschte Fenstergröße nicht bei
Bei diesem Problem können verschiedene Maßnahmen helfen:

1. Finder-Fenster öffnen > Fenstergröße ändern > Fenster etwas verschieben > Fenster schließen und gleich wieder öffnen.
2. Finder-Fenster auf gewünschte Größe ziehen > Finder beenden -> Finder-Icon im Dock zum Neustart des Finders klicken (es darf keine andere Anwendung geöffnet sein) > Finder startet neu.
3. Datei com.apple.finder.plist aus dem Ordner UserXY/Library/Preferences löschen und den Finder neustarten.
4. Terminal öffnen > Befehl zum Löschen der .DS_Store Dateien (speichern die Ansicht und Position der Fenster) eingeben:
sudo find / -name .DS_Store -exec rm {} \;
5. Terminal-Befehl aus Punkt 4, gefolgt von Neustart > Automator öffnen > HD-Icon vom Schreibtisch ins rechte Fenster ziehen > Aktion “Finder/Ordnerdarstellung festlegen” aufrufen > Button “Ausführen” (Vorgang dauert u. U. ein paar Minuten)


• Sollte Exposé nicht funktionieren, kann es helfen, die Datei User XY/Library/Preferences/com.apple.symbolichotkeys.plist zu löschen.


• Falls Bluetooth nicht mehr verfügbar ist und auch dessen Kontrollfeld in den Systemeinstellungen fehlt, kann ein SMC-Reset helfen. Weitere Tipps bei fehlendem Bluetooth gibt es hier: viewtopic.php?f=3&t=74271


• Bei einem streikenden Bildschirmschoner können die Tipps in diesem Thread helfen:
viewtopic.php?t=36622


• Kommt es unter Mac OS 10.5 bei automatischer Einstellung von Datum und Uhrzeit (vgl. Systemeinstellung) zu einer Abweichung der digitalen Zeitanzeige der Menüleiste um eine oder mehrere Stunden, kann folgende Maßnahme helfen:
http://support.apple.com/kb/TS2538?viewlocale=de_DE


• Sollten Unterordner des Nutzer-Ordners plötzlich englische Namen tragen, kann dieser Tipp helfen:
For a folder to be localized by the finder, it must contain a file called ".localized" (without the double quotes).

http://www.macosxhints.com/article.php? ... 6061746306

If you are familiar with the terminal, you can create this file by typing touch .localized in the folder that you want to see localized. So, if you are in your home folder, type this sequence to localize the folders:

touch Desktop/.localized
touch Documents/.localized
touch Movies/.localized
touch Music/.localized
touch Pictures/.localized
touch Public/.localized
touch Sites/.localized

Then, log out and log in again.


• Passiert nach dem Drücken des Startknopfs überhaupt nichts (kein Lüftergeräusch, kein Festplattengeräusch, kein Leuchten des Startknopfs) kann die Pufferbatterie leer sein.


PMU-Reset, CUDA-Reset, SMC-Reset: Wenn beim Start (bei ansonsten hörbarem Startton) kein Mucks zu hören ist und nur der Startknopf leuchtet, kann bei Macs mit AGP-Grafikkarte ein Reset des PMU-Chips (Power Management Unit) und bei Macs mit PCI-Grafikkarte ein Reset des CUDA-Chips helfen.

Welcher Grafikkartentyp verwendet wird, verrät einem ein Blick in den System Profiler, zu erreichen über Apfel > Über diesen Mac > Button "Weitere Informationen".

Der PMU-Chip ist ein Mikro-Controller, der folgende Rechnerfunktionen verwaltet. Er ist quasi ein Computer im Computer mit eigenem Speicher, Software, Firmware, CPU usw.:

- Tell the computer to turn on, turn off, sleep, wake, idle, etc.
- Manage system resets from various commands
- Maintain parameter RAM (PRAM)
- Manage the real-time clock

Der PMU-Resetknopf befindet sich hier, wobei die exakte Position vom jeweiligen Rechnertyp abhängig ist: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=95035

Anleitungen zum Reset der PMU und SMC/SMU auf den verschiedenen Rechnertypen finden sich hier:

PPC-Macs
iMac G4 ("Schreibtischlampe"): http://support.apple.com/kb/HT1712?viewlocale=de_DE
iMac G5: http://support.apple.com/kb/HT1767?viewlocale=de_DE
PowerMac G4: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=95037
PowerMac G5: http://support.apple.com/kb/HT1436?viewlocale=de_DE
PowerBook und iBook: http://support.apple.com/kb/HT1431?viewlocale=de_DE
Mac mini: http://support.apple.com/kb/HT2183?viewlocale=de_DE

Intel-Macs
MacBook, MacBook Pro und MacBook Air: http://support.apple.com/kb/HT1411?viewlocale=de_DE
Mac mini: http://support.apple.com/kb/HT3964?viewlocale=de_DE
Mac Pro: http://support.apple.com/kb/HT1806?viewlocale=de_DE
iMac: http://support.apple.com/kb/HT3964?viewlocale=de_DE
XServe: http://support.apple.com/kb/HT1806?viewlocale=de_DE


Noch zwei Hinweise zu den PPC-Macs:

Den PMU-Knopf darf man nur kurz gedrückt halten. Den Rechner schaltet man 10 - 15 s später wieder ein. Man sollte den PMU-Knopf in diesen 10- 15 s auf keinen Fall öfter drücken, weil dies laut Apple negative Folgen haben kann.

Bei PPC-Macs mit einer PCI-Grafikkarte (s. System Profiler) kann bei ähnlicher Symptomatik ein Reset des CUDA-Chips helfen. Für den CUDA-Reset muss man den Reset-Knopf auf dem Logic Board rechts neben der Pufferbatterie drücken. Der CUDA-Chip ist ein Mikro-Controller, der folgende Rechnerfunktionen verwaltet:

- Turn system power on and off
- Manage system resets from various commands
- Maintain parameter RAM (PRAM)
- Manage the real-time clock

Sollte der CUDA-Reset nicht helfen, lässt sich zusätzlich ein Reset der Hauptplatine (Logic Board) durchführen. Dieser funktioniert so:

- Mac vom Stromkreis trennen
- Start-Button drücken
- Mac öffnen
- Pufferbatterie entfernen
- mindestens 10 Minuten warten
- Pufferbatterie wieder einsetzen
- Mac schließen und starten


Fehlermeldungen: Hier kann man herausfinden, was sich hinter den ominösen Fehler-Nummern eines Mac verbirgt:

Fehler 1 bis 32767: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=9806
Fehler -1 bis -261: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=9805
Fehler -299 bis -5553: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=9804


Combo-Update: Bei Problemen nach einem Update von Mac OS X oder bei unerklärlichen und anderweitig nicht abzustellenden Fehlfunktionen des Systems kann man das letzte Combo-Update des Betriebssystems installieren. Man kann es von der Apple-Homepage hier herunterladen und sollte die dmg-Datei für den Fall der Fälle am besten dauerhaft speichern: http://www.apple.com/support/downloads/

Sollten Problemursache defekte Systemdateien sein, werden diese beim Combo-Update durch intakte Dateien ersetzt.

Beim Download ist darauf zu achten, dass es für PPC-Macs und Intel-Macs verschiedene Combo-Updates gibt.

Vor der Installation sollte man alle Firewire-Geräte abstöpseln und während der Installation möglichst nichts am Rechner machen. Gibt es dennoch Probleme, installiert man das Combo-Update am besten von einem anderen Startvolume aus.

Vor und nach der Installation sollte man das Festplatten-Dienstprogramm die Zugriffsrechte reparieren lassen.

Ein Combo-Update ist übrigens nichts anderes als die Kombination aufeinanderfolgender Updates einer Mac OS-Version. Das Combo-Update 10.4.6 enthält so bspw. alle zwischen 10.4 und 10.4.6 veröffentlichten Updates, sodass man sein System damit auf einen Satz von 10.4 auf 10.4.6 updaten kann.

Sollte die Installation eines als dmg-Datei heruntergeladenen Combo-Updates nicht gelingen, kann man es alternativ über die Softwareaktualisierung versuchen. Das Gleiche gilt auch umgekehrt.


DiskWarrior: Das Programm ist in der Lage, eine neue und gesunde Verzeichnisstruktur anzulegen. Allerdings muss eine Mac OS X-fähige Version beschafft werden, da die Mac OS 9-Version unter Mac OS X nicht einsetzbar ist. Eine Alternative zu DiskWarrior ist bspw. das Programm TechTool.

Sollte man DiskWarrior nicht von seiner CD, sondern von einer anderen Festplatte aus einsetzen, kann in bestimmten Fällen das Programm seinen Dienst versagen. Hier kann es u. U. helfen, die HD, auf der sich DiskWarrior befindet, per gedrückter Umschalttaste im sicheren Modus zu starten.

Eine physikalische Wiederherstellung gelöschter Daten schafft DiskWarrior nicht. Hierzu lässt sich bspw. das Programm Data Rescue, Disk Drill oder PhotoRec einsetzen: http://www.prosofteng.com/products/data_rescue_info.php
http://www.cleverfiles.com
http://www.cgsecurity.org/wiki/PhotoRec

Auch ein Reparieren von Hardware-Fehlern ist DiskWarrior nicht möglich. Hierfür empfiehlt sich ein leistungsstarkes Programm wie z. B. TechTool.

Eine Alternative (mit deutlich geringerem Leistungsumfang) ist das Festplatten-Dienstprogramm mit dessen Funktion Erste Hilfe > Volume reparieren.

Niemals hingegen sollte man Symantecs DiskDoctor nutzen, denn der bringt unter Mac OS X mehr Schaden als Nutzen.


• Der Finder arbeitet fehlerhaft: Symptome können Loops (s. u.) sowie die falsche Darstellung von Icons, Ordnern, Aliasen usw. sein oder dass diese ganz oder teilweise nicht mehr auf dem Schreibtisch zu sehen sind oder dass der Mac langsam ist oder der Cursor öfter verschwindet. Auch sind Probleme beim Kopieren und Verschieben von Dateien möglich.

Zur Problembeseitigung sollte man die Preference-Datei com.apple.finder.plist aus User XY/Library/Preferences löschen und danach den Benutzer ab- und wieder anmelden.

Sind Icons verschwunden, z. B. die von Computer, Laufwerken und Volumes, können sie evtl. wiederhergestellt werden, indem man mit DiskWarrior eine neue Verzeichnisstruktur erstellt und diese gegen die alte ersetzt.

Lösungsmöglichkeiten, falls das HD-Icon verschwunden ist und es sich über Finder > Einstellungen > Allgemein nicht sichtbar machen lässt:

- Man sollte nachsehen, ob man das Icon nicht versehentlich außerhalb des sichtbaren Schreibtisch-Bereichs verschoben hat. Dies kann man mit einer veränderten Bildschirmauflösung kontrollieren.

- Man öffnet das Dienstprogramm Terminal und verfährt dann wie folgt: sudo chflags nohidden /Volumes/NamederHD eingeben und mit Admin-Passwort bestätigen.
Nicht wundern: Die Passworteingabe geschieht unsichtbar und der Cursor bleibt dabei stehen.

Alternative:
ScriptEditor öffnen und folgenden Text einsetzen:

tell application "System Events"
set visible of disk "NameofDisk" to true
end tell

tell application "Finder" to quit
delay 1
tell application "Finder" to launch


Ursache für Finder-Probleme können ebenfalls schädliche Einflüsse des Programmes Stuffit Expander sein. Insbesondere die Versionen 10 und 11 können den Finder in seiner Funktionsweise bisweilen beeinträchtigen. Darum sollte man am besten Stuffit Expander 9 verwenden, den es hier gibt:
http://www.oldapps.com/Stuffit.php
http://simsub.digitalriver.com/cgi-bin/stuffit-download

Als Ersatz für Stuffit Expander bietet sich das Programm The Unarchiver an, das zudem deutlich mehr Komprimierungsformate verarbeiten kann.
http://wakaba.c3.cx/s/apps/unarchiver.html

Ein weiteres Finder-Problem sind Loops, bei denen in der Regel nach dem Speichern einer Datei der Finder endlos auftaucht und verschwindet. Man startet den Mac in diesem Fall von einem anderen Volume und löscht die störende Datei. Zu dem selben Problem gibt es noch diesen nützlichen Link: http://www.macosxhints.com/article.php? ... 8010111601

Falls Datei- und Programm-Icons fehlerhaft abgebildet werden und sich beim Doppelklick auf Dateien falsche Programme öffnen, kann man solche Fehler in der Regel durch die Zuweisung des gewünschten Programmes beheben. Dies geschieht im Info-Fenster einer Datei per "Öffnen mit" bzw. "Öffnen mit" und "Alle ändern".

Gelingt dies nicht, lässt sich auch ein Programm wie Onyx, wie hier beschrieben, einsetzen: viewtopic.php?t=20245

Solche Programme, die tief ins System eingreifen, sind jedoch mit großer Vorsicht zu genießen und sollten nur dann verwendet werden, wenn der letzte Schritt zur Fehlerbehebung ohnehin eine Neuinstallation des Systems wäre und der User genau weiß, was er tut.


• Sollten Systemeinstellungen in der Übersicht fehlen oder fehlerhaft dargestellt werden, lässt sich dies beheben durch Löschen der Voreinstellungsdatei ~/Library/Preferences/com.apple.systempreferences.plist entfernen und dann den User neu starten. Hilft dies nicht, löscht man zusätzlich die beide Cache-Dateien ~/Library/Caches/com.apple.preferencepanes.cache und com.apple.preferencepanes.searchindexcache und startet den Benutzer anschließend ebenfalls neu.

Hilft dies nicht, kann man zusätzlich die Voreinstellungsdatei des von der Systemeinstellung verwalteten Systembereichs entfernen. Im Falle der Systemeinstellung „Schreibtsich & Bildschirmschoner“ wäre dies bspw. die Datei User XY/Library/Preferences/com.apple.desktop.plist.

Sollte unter Tiger (Mac OS 10.4) die Systemeinstellung "Netzwerk" von einem anderen Programm verändert worden sein und sich nicht mehr ändern lassen, kann es helfen, die folgenden Dateien aus dem Ordner Library/Preferences/SystemConfiguration zu entfernen und den Mac anschließend neu zu starten:
- com.apple.airport.preferences.plist
- NetworkInterfaces.plist
- preferences.plist
- com.apple.nat.plist

Eine weitere Lösungsmöglichkeit besteht hierin:
- Systemeinstellung "Sicherheit" öffnen
- Haken bei "Kennwort verlangen für die Freigabe von geschützten Systemeinstellungen" setzen
- Systemeinstellung Netzwerk aufrufen
- in den PPP-Einstellungen den Haken bei "Kennwort sichern" entfernen
- PPP-Kennwort neu eingeben und Haken bei "Kennwort sichern" wieder setzen
- in Systemeinstellung "Sicherheit" den Haken wieder entfernen


• Sollte die Systemsprache plötzlich eine andere sein als bisher, lässt sich dies in der Regel durch eine Neueinstellung in der Systemeinstellung Landeseinstellungen > Sprachen ändern. Zusätzlich sind eine Reparatur der Zugriffsrechte sowie ein PRAM-Reset sinnvoll.


Spotlight funktioniert nicht: Eventuell wurde in der Systemeinstellung von Spotlight lediglich eine Privatsphäre eingerichtet. In ihr wird von Spotlight dann nicht gesucht und folglich auch nichts gefunden.

Ansonsten kann man die Voreinstellungsdateien com.apple.spotlight.plist und danach com.apple.finder.plist aus dem Ordner User XY/Library/Preferences löschen. Nach dem Löschvorgang gibt man keine weiteren Maus- oder Tastenbefehle ein, sondern klickt direkt per sekundärer Maustaste und alt-Taste auf das Finder-Symbol im Dock und wählt dann im Kontextmenü "Neu starten" aus.

Hilft dies nicht, kann man mittels Terminal einen neuen Index für Spotlight aufbauen.

- neuer Index für das Startvolume: sudo mdutil -E /

- neuer Index für ein anderes Volume als das Startvolume: sudo mdutil -E /Volume/Festplatte/

- neuer Index für alle Volumes: sudo mdutil -Ea

- Deaktivierung der Suche auf Wechsellaufwerken: sudo mdutil -i off /Volume/Festplatte/

- Reaktivierung der Suche auf Wechsellaufwerken: sudo mdutil -i on /Volume/Festplatte/

- Auflistung aktivierter Spotlight-Plugins: mdimport -L

- Status des Spotlight-Index abfragen: sudo mdutil -s /Volume/Festplatte/

- Spotlight manuell zum Indizieren bringen: mdutil mit einem Leerschritt eingeben und den nicht indizierten Ordner danach ins Terminal-Fenster ziehen


Alternativ kann man die Programme Spotless oder EasyFind verwenden:
http://www.fixamac.net/software/spot/index.php
http://www.macupdate.com/info.php/id/11076/easyfind

Weitere Tipps und Lösungsstrategien gibt es hier zu finden:
http://www.thexlab.com/faqs/stopspotlightindex.html
viewtopic.php?t=2286

Am Rande – hier finden sich nützliche Tipps zur Verbesserung der Spotlight-Suche:
http://www.lisardo.biz/News/comments/sp ... suchtipps/
http://www.mcelhearn.com/article.php?st ... 4093450231
http://www.macworld.com/article/132788/ ... ight2.html


• Beim schnellen Benutzerwechsel verlorene Monitor-Farbprofile – ein alter Bug seit Mac OS 10.4.1 – lassen sich evtl. mit diesem Tipp erhalten: http://www.macosxhints.com/article.php? ... &lsrc=osxh


Blauer Bildschirm mit oder ohne rotierendem Rad beim Start oder Einfrieren nach dem Aufbau des Schreibtischhintergrunds: In diesem Fall können ein oder mehrere Startobjekte inkompatibel sein. Abhilfe: Rechner ausschalten > 30 Sekunden warten > Rechner wieder einschalten > nach dem Startgong die Umschalttaste gedrückt halten > beim Auftauchen von grauem Apple-Symbol und Fortschrittsanzeige die Umschalttaste wieder loslassen > die Systemeinstellungen öffnen > Benutzer > Startobjekte > Startobjekte mit Minus-Taste löschen > Rechner starten.

Ist das fragliche Startobjekt nicht bekannt, muss man dieses schrittweise im Ausschlussverfahren ermitteln. Am besten entfernt man hierzu in der Systemeinstellung Benutzer immer die Hälfe der Startobjekte, jeweils gefolgt von einem Neustart, um zu prüfen, ob die verbliebenen Startobjekte intakt sind.

Das Verfahren gleicht im Prinzip der Ermittlung einer störenden Systemerweiterung unter Mac OS 9. Zuvor macht man einen Screenshot, um insbesondere bei vielen Startobjekten nicht durcheinander zu kommen.

Ursache kann ebenfalls eine fehlerhafte Schrift sein, sowohl unter X als auch in dessen Classic-Umgebung, falls man damit arbeitet.


Weißes Quadrat mit einer blauen Weltkugel beim Start: Dies deutet darauf hin, dass der Mac kein Startsystem findet. Lösung: Mit gedrückter alt-Taste starten > im Startup-Manager ein Startvolume auswählen > in Systemeinstellung “Startvolumes” ein Startvolume festlegen. Weitere Lösungsansätze findet man hier:
http://support.apple.com/kb/TS2570?viewlocale=de_DE


Hänger während des Startvorgangs: Wenn der Startvorgang festgefahren ist, kann man von einem anderen Volume starten, beispielsweise von der System-CD/DVD oder einer anderen Festplatte, und anschließend aus dem Ordner /Library/Preferences des betroffenen Volumes die Dateien loginwindow.plist und com.apple.loginwindow.plist entfernen und den Mac zum Schluss wieder vom üblichen Startvolume aus neustarten.

Wenn dies nicht hilft, kann man im Ordner /System/Library/CoreServices/loginwindow.app/Contents/MacOS/ die Datei "loginwindow" durch eine Version aus einem Backup ersetzen.



(Fortsetzung s. #3)

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3  Mo Aug 29, 2011 15:24
Fortsetzung ...



Grauer Bildschirm nach dem Start: Wird statt des Finders oder Anmeldefensters nach dem Start ein dauerhaft grauer Bildschirm angezeigt (eventuell auch ein Apple- Logo, ein rotierendes Zahnrad, ein rotierender Globus oder ein Ordner mit einem blinkenden Fragezeichen), können folgende Maßnahmen helfen:
http://support.apple.com/kb/TS2570?viewlocale=de_DE


• Die Fortschrittsanzeige auf dem blauen Startbildschirm kennt man. Erscheint unter Mac OS 10.6 (Schneeleopard) jedoch eine Fortschrittsanzeige auf dem grauen Startbildschirm, läuft eine System-Reparatur. Erscheint diese Anzeige bei jedem Start, ist das ein Hinweis auf eine möglicherweise defekte Festplatte.


Schwarzer Bildschirm: Bleibt der Monitor nach dem Start des Mac dunkel, muss der Fehler keineswegs bei Rechner oder Betriebssystem liegen, sondern es könnte auch am Monitor bzw. seiner Verkabelung liegen. Um den Monitor als Fehlerursache ausschließen zu können, sollte man

- sich vergewissern, dass alle Videokabelverbindungen zum Video-Port des Computers und zum Monitor korrekt angeschlossen sind
- die Pole am Stecker des Videokabels kontrollieren, da diese verbogen oder beschädigt sein könnten
- testweise einen funktionierenden Ersatz-Monitor anschließen.

Es kann auch ein Schalter defekt sein. In diesem Fall kann es helfen, den Mac auszuschalten, dann den Netzstecker ein- und auszustöpseln und anschließend den Rechner wieder neu zu starten. Zur Not muss das Prozedere wiederholt werden. Sollte die Methode erfolgreich sein, ist es natürlich langfristig sinnvoller, den defekten Schalter zu erneuern.

Ebenfalls könnte die Ursache eine beschädigte NetInfo-Datenbank sein. In dem Fall gibt es zwei Möglichkeiten, die hier beschrieben sind. Sie gelten für Mac OS 10.1 bis 10.4, denn seit 10.5 gibt es keine NetInfo mehr:
viewtopic.php?p=940454#p940454


• Erscheint nach dem Start auf dem Bildschirm lediglich die Lupe von Spotlight, können folgende Schritte helfen:

1. Start im Single User-Modus (Befehl + S beim Start gedrückt halten)
2. fsck-Methode (Anleitung siehe oben)
3. Neustart mit gedrückter Umschalttaste (Sicherer Systemstart)
4. File vom Desktop löschen
5. Neustart

Alternativ kann man so vorgehen:

1. Per Apfel + S im Single User-Modus starten
2. AppleJack (falls installiert) aufrufen (Anleitung s. o.)
3. Neustart


• Bei Dock-Problemen können folgende Maßnahmen helfen:

- Finder neustarten (Apfel + alt + esc)
- Zugriffsrechte reparieren
- Voreinstellungen User XY/Library/Preferences/com.apple.dock.plist sowie com.apple.dock.iconcache.50x aus dem Ordner Library/Caches löschen und anschließend den Mac neu starten
- Inhalte der Ordner /System/Library/Caches und /Library/Caches löschen (nur die Inhalte löschen, nicht die Ordner “Caches” selbst) und anschließend den Mac neu starten
- das letzte Combo-Update aufspielen


• Die Ordner »etc«, »Volumes«, »usr«, »var« usw. der obersten Hierarchie-Ebene sind normalerweise unsichtbar, damit diese systemwichtigen Dateien vom User nicht gelöscht werden.

Sollten sie dennoch einmal sichtbar sein, lassen sie sich folgendermaßen wieder unsichtbar machen: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=301677

Hilft dies nicht, gibt es noch folgenden Trick: TextEdit öffnen > neues Dokument anlegen > die Namen der betroffenen Ordner untereinander eingeben > Menüleiste > Format > In reinen Text umwandeln > Datei mit dem Namen ".hidden" (inkl. Punkt) auf der obersten Festplatten-Ebene speichern (dabei das Häkchen bei ".txt verwenden ..." entfernen und vorher vergewissern, dass .hidden nicht schon existiert) > Rechner-Neustart.

Hier findet man noch einige weitere Tipps, wie sich unsichtbare Dateien sichtbar machen lassen:
viewtopic.php?t=36690


Neuinstallation: Sollte keine der beschriebenen Maßnahmen zum Erfolg führen und eine komplette Neuinstallation des Systems die ultima ratio sein, sollte man vor der Installation, sofern noch kein Backup vorhanden ist, die Ordner Benutzer, Programme und Library der obersten Festplattenebene auf ein anderes Volume kopieren.

Im Installationsprogramm wählt man dann am besten den Modus “Archivieren und Installieren” (unter Mac OS 10.6 ist dies die Standard-Methode) aus, um alle persönlichen Netzwerk- und Benutzereinstellungen etc. zu erhalten. Details zu dieser Installationsmethode finden sich hier: http://docs.info.apple.com/article.html ... =107120-de

Die bisherigen und nun veralteten Systemdateien werden im Rahmen der Installation in einen Ordner namens “Previous System” verschoben. Diesen Ordner sollte man nach der Neuinstallation noch eine Weile behalten, um evtl. fehlende Schriften, Plugins u. ä. bei Bedarf später wieder ins neue System kopieren zu können.

Welche Dateien und Ordner im einzelnen auf diese Weise archiviert werden, lässt sich hier unter der Überschrift "Dateien und Ordner, die erhalten bleiben" nachlesen: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=107120-d

Hier wird erklärt, wie man den privaten Nutzerordner aus dem Ordner "Previous System" für das laufende System wiederherstellen kann: http://docs.info.apple.com/article.html ... =107297-de

Man sollte darauf achten, dass bei der Installationsmethode "Archivieren und Installieren" für den Ordner "Previous System" ausreichend freier Festplattenspeicher vorhanden ist.

Nachdem das frisch installierte System ein bis zwei Wochen problemlos gelaufen ist, kann der Ordner “Previous System” schließlich gelöscht werden.





Rätselhafter Speicherschwund: Wer sich einen hohen Speicherverbrauch seiner HD nicht erklären kann, benutzt am besten ein Programm wie z. B. WhatSize, um den Speicherfresser zu finden: http://www.id-design.com/software/whatsize/

Übeltäter sind nicht selten die Funktion "Safety Net" (nötigenfalls deaktivieren) im Programm Déjà-vu oder die Datei windowserver_last.log im Ordner /private/var/log/. Diese Log-Datei kann man bedenkenlos löschen. In Frage kommt auch ein übervoller Ordner /private/var/spool/cups.

In Frage kommt seit Mac OS 10.7 auch das Anlegen von Snapshots durch Time Machine. Was es damit auf sich hat und wie man die Schnappschüsse abstellen kann, steht hier: viewtopic.php?p=1096702#p1096702


• Falls es Probleme mit dem Drucker-Dienstprogramm geben sollte, lässt sich alternativ das Programm Printer Setup Repair verwenden.

Hierzu der Hersteller: „It is designed to rectify situations where the Printer Setup Utility will not open, printers cannot be added, CUPS fails to operate, and numerous other errors. Although Printer Setup Repair cannot fix every printing problem, it is capable of resolving most of the common ones. Printer Setup Repair can also be used to delete unwanted printer drivers, remove a build up of spool files, recreate the /tmp symbolic link, and backup / restore the printing system.“
http://www.versiontracker.com/dyn/moreinfo/macosx/26660


Doppelte Einträge im Maus-Kontextmenü “Öffnen mit” lassen sich hiermit entfernen:
viewtopic.php?t=28576
viewtopic.php?t=851 (für Leopard)


• Wird eine ansonsten funktionierende AirPort-Karte plötzlich vom System nicht mehr erkannt, könnte folgendes helfen: Rechner ausschalten > mit gedrückt gehaltener Shift-Taste starten > User anmelden > anschließend Shift-Taste wieder gedrückt halten > Rechner ausschalten > Rechner normal starten und anmelden.




CLASSIC-PROBLEME



• Zunächst kann man folgendes versuchen: Systemeinstellungen "Classic" öffnen > Reiter "Weitere Optionen" > neben dem Button "Classic starten" die Option "Erweiterungen Ein/Aus öffnen" auswählen. Wenn man jetzt Classic startet, wird das Kontrollfeld zum De-/Aktivieren der Erweiterungen geöffnet. Wenn das Kontrollfeld auf ist, wählt man im Aufklappmenü neben "Ausgewählte Konfiguration" die Option "Mac OS 9.2.2 Standard" und klickt danach unten links auf "Weiter".

Dadurch startet Classic ohne spezielle, zusätzlich installierte Erweiterungen. Die fehlenden Erweiterungen, unter denen sich der Bösewicht vermutlich befinden dürfte, sollte man dann durch (hoffentlich intakte) aus einem Backup ersetzen.


• Bei Problemen mit Classic kann man hier nachsehen, ob der eingesetzte Rechner für die entsprechende Classic-Version überhaupt kompatibel ist: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=25114


• Werden Datei-Icons von Classic-Programmen fehlerhaft abgebildet oder lassen sich die Dateien nicht mehr mit ihrem Erzeugungsprogramm öffnen, bietet der Neuaufbau der Schreibtischdatei in der Systemeinstellung “Classic” Abhilfe.


• Manches Classic-Problem dürfte sich auch mit einer Rechte-Reparatur erledigen. Diese funktioniert etwas anders als die für Mac OS X: Festplatten-Dienstprogramm starten > Menüpunkt “Ablage” > “Zugriffsrechte für Mac OS 9 reparieren”.


• Sollten die o. g. Punkte nicht geholfen haben, kann man Classic folgendermaßen neu anlegen:

1. Den bisherigen 9-Systemordner wie folgt löschen: Inhalt des 9.2.2-Systemordners löschen > Neustart > leeren Systemordner löschen.
2. 9er System-CD (bei neueren Macs die passende X-Restore-DVD) einlegen.
3. Im 9er Installationsprogramm Option "Neuen Systemordner anlegen" auswählen oder in der X-DVD den Modus "Install Mac OS 9 Support". Hinweis: Alle nicht von Apple stammenden Fremderweiterungen werden im fertigen Systemordner zunächst fehlen.
4. Sollte kein 9.2.2-Systemordner installiert worden sein, sondern eine frühere Version, diesen bis 9.2.2 schrittweise (9.0 > 9.1 > 9.2.1 > 9.2.2) updaten.
http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=75288-de
5. Fehlende Systemerweiterungen in den neuen Systemordner nachinstallieren.
6. Systemeinstellung "Classic" öffnen und dort den neuen 9.2.2-Systemordner für die Classic-Unterstützung auswählen
7. Classic starten




5. KURZBEFEHLE BEIM START



• Die Tasten hält man direkt beim Einschalten des Rechners gedrückt. Bei Bluetooth-Tastaturen sollte man die Tasten jedoch erst mit dem Startton drücken, weil der Bluetooth-Controller erst nach dem Hardware-Check (Startton) verfügbar ist.

• Wer sich für die während des Startvorgangs ablaufenden Prozesse interessiert, kann sie hier nachlesen:
http://www.kernelthread.com/mac/osx/arch_startup.html

• Apfel + alt + P + R vier Startgongs lang gedrückt halten: Das PRAM (Parameter-RAM) wird zurückgesetzt.

• C: Mac startet von CD oder DVD (z. B. Install-CD/DVD oder DiskWarrior-CD). Während des Starts kann man das CD/DVD-Laufwerk durch dauerhaftes Drücken der Maustaste öffnen.

• T: Startet den Mac bei Firewire-Verbindung zu einem anderen Mac bei diesem als mountfähige externe Firewire-HD (Target-Modus).

• Apfel + S: Mac startet im Einbenutzermodus (Single User-Modus).

• Apfel + V: Mac bootet im ausführlichen Modus (Verbose-Modus), wobei die Startmeldungen auf dem Bildschirm angezeigt werden. Bei einem Startproblem kann man so leicht erkennen, an welcher Stelle der Boot-Prozess hängen bleibt. Soll der Mac immer im Verbose-Modus starten, gibt man im Terminal diesen Befehl ein:
sudo nvram boot-args="-v"
Möchte man den Verbose-Modus wieder deaktivieren, gibt man diesen Befehl ein:
sudo nvram boot-args=

• Umschalttaste: Sicherer Systemstart (Safe Boot-Modus), bei dem alle nicht benötigten Kernel-Erweiterungen (Kernel Extensions, erkennbar am Suffix "kexts") deaktiviert werden. Die Umschalttaste hält man gedrückt bis das Symbol der Fortschrittsanzeige (drehendes Rad) oder die Worte “Safe Boot” oder "Sicherer Modus" zu sehen sind. Beim durchgängigen Drücken der Umschalttaste ab dem Ertönen des Startgongs bis zum Erscheinen des Schreibtisches werden nicht nur die Kernel-Erweiterungen, sondern ebenso die persönlichen Startobjekte deaktiviert.

• Umschalttaste beim Anmelden eines Benutzers: Deaktiviert bis zur nächsten Anmeldung alle Startobjekte dieses Benutzers.

• alt-Taste: Öffnet den Startup-Manager, in dem ein Startvolume ausgewählt werden kann.

• Apfel + R: Zeigt seit Mac OS 10.7 im Startup-Manager eine bei der System-Installation für Notfälle im Hintergrund installierte zusätzliche Partition namens „Recovery HD“. Nach dem Start von „Recovery HD“ kann man das Festplatten-Dienstprogramm einsetzen, das System aus einem Time Machine-Backup wiederherstellen oder das System neu installieren.

• D: Start von der 1. Partition.

• Taste D bei eingelegter CD/DVD: Man gelangt zum Hardwaretest. Falls dies nicht klappt, muss man beim Start die alt-Taste gedrückt halten bis der Startvolume-Manager erscheint, wo man dann "Apple Hardwaretest" auswählt. Bei den neueren MacBooks gelangt man auch ohne die DVD zum Hardwaretest, indem man vor dem Startgong die F2-Taste drückt. Seit Mac OS 10.5 benötigt man für den Hardwaretest die DVD nicht mehr; man startet einfach den Rechner mit Apfel + D. Bei Intel-Macs mit Mac OS 10.5.4 oder älter befindet sich der Hardwaretest auf Installations-DVD 1, bei Intel-Macs mit Mac OS 10.5.5 oder neuer auf der Installations-DVD 2.

• X: Start von Mac OS X, auch wenn ein anderes Betriebssystem als Startsystem eingestellt ist.

• Apfel + alt + Umschalttaste + Löschtaste: System umgeht eingestelltes Startvolume und sucht nach Alternativen (z. B. zweite interne HD).

• Apfel + alt + O + F: Öffnet die Open Firmware des Mac (Vorsicht: Nicht zum Rumspielen geeignet!) Hier kann man näheres zum Open Firmware-Passwortschutz nachlesen:
http://support.apple.com/kb/HT1352?view ... cale=de_DE

• R: Setzt die Anzeige eines PowerBook zurück.

• N: Versucht, von einem NetBoot-Server zu starten.

• Maustaste: Wechselmedien wie CDs, DVDs usw. werden ausgeworfen.




6. PROBLEME MIT EXTERNEN FESTPLATTEN



• Hier finden sich einige erste Lösungsansätze: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=88338-de


Fehlerursachen können bspw. folgende sein (Lösungen in Klammern):

- eventuell wurde nur die Anzeige von HDs in der seitlichen Finderleiste unter Finder > Einstellungen > Seitenleiste > Option "Festplatten" deaktiviert
- loses Firewire-Kabel (abziehen und wieder fest einstecken)
- direkt am Firewire-Port des Mac anschließen
- einen anderen Firewire-Port des Mac verwenden
- USB-Anschuss (sofern an der HD vorhanden) anstelle des Firewire-Anschlusses ausprobieren
- anderes Firewire-Kabel verwenden
- Firewire-Anschluss beschädigt? (man sollte die Kontakte bspw. nie mit der bloßen Haut berühren)
- andere Firewire-Geräte abziehen
- fehlender Mountpoint (DiskWarrior das Volume reparieren lassen)
- Überhitzung (Mac ausschalten und abkühlen lassen)
- defektes Netzteil (austauschen)
- defekter USB- oder Firewire-Anschluss (austauschen)
- defekte Firewire-Bridge des Rechners (austauschen)
- defektes Firewire- bzw. USB-Kabel (austauschen)
- defektes Gehäuse (in anderem Gehäuse einbauen)
- veraltete Firmware (Firmware aktualisieren)


• Im System Profiler kann man nachsehen, ob die HD dort überhaupt noch angezeigt und vom System erkannt wird. Ansonsten kann man nachsehen, ob Festplatten-Dienstprogramm oder DiskWarrior, falls vorhanden, die Festplatte erkennen.


• Helfen kann auch ein Firewire-Reset bzw. USB-Reset, bei dem die Firewire- bzw. USB-Ports zurückgesetzt werden. Dies funktioniert so: Rechner ausschalten > Netzstecker des Mac ziehen (bei Laptops Akku und Ladekabel entfernen) > alle Firewire-Kabel bzw. USB-Kabel vom Rechner ziehen > 30 Minuten warten > alle Firewire- bzw. USB-Kabel wieder einstöpseln > Rechner einschalten.

Das Verfahren kann übrigens auch ein Firewire-/USB-Kartenlesegerät und andere Firewire-/USB-Geräte reaktivieren.


• Man sollte sich vergewissern, dass die folgenden Firewire-Erweiterungen unter HD/System/Library/Extensions vorhanden sind:

IOFireWireAVC.kext
IOFireWireFamily.kext
IOFireWireIP.kext
IOFireWireSBP2.kext
IOFireWireSerialBusProtocolTransport.kext


• Helfen könnte auch diese Vorgehensweise: Rechner ausschalten > einen Moment warten und ihn mit gedrückt gehaltener Shift-Taste wieder einschalten > prüfen, ob die FireWire-Ports wieder erkannt werden > den Rechner wieder ausschalten > einen Moment warten und den Mac wieder normal starten.


Festplatten-Dienstprogramm öffnen > Volume in der Liste auswählen > Ablage > Aktivieren.

Es kann u. U. auch schon helfen, das FDP lediglich zu starten und abzuwarten, bis die HD-Suche des Programmes die auf dem Schreibtisch vermisste HD mountet. Dies kann in einigen Fällen sogar mehrere Minuten dauern.


• Erkennt das Festplatten-Dienstprogramm die externe HD nicht oder verweigert es dessen Überprüfung/Reparatur, ist möglicherweise im Informations-Fenster der HD die Option "Eigentümer auf diesem Volume ignorieren" angehakt. In diesem Falle entfernt man das Häkchen und versucht es erneut.


• Ebenfalls kann man versuchen, die externe HD unter einem anderen oder einem neu angelegten Benutzer zu mounten.


• Das Prüfen und Reparieren der Zugriffsrechte mittels Festplatten-Dienstprogramm kann ebenfalls nicht schaden, ebenso ein PRAM-Reset.


• Bezieht die externe HD ihre Stromversorgung über den USB- bzw. Firewire-Port des Rechners, lässt sich ein evtl. Strommangel als Problemursache herausfinden, indem man vor dem Anschließen der externen HD alle anderen Geräte (außer Maus und Tastatur) abzieht. Hängt die externe HD an einem Hub, schließt man sie testhalber direkt am Rechner-Port an.


• Um einzugrenzen, ob es sich um ein Problem der externen HD oder des Mac handelt (z. B. Port oder Firewire-Bridge), sollte man die externe HD versuchsweise an einen anderen Port des Rechners und, falls vorhanden, extern und, falls auch das nichts bringt, intern an einem anderen Mac anschließen.


• Es soll auch in einzelnen Fällen schon geholfen haben, einen Rechner, falls möglich, mit Mac OS 9 zu starten und von dessen “Erste Hilfe” die HD reparieren zu lassen.


• Falls möglich, startet man den Rechner von Mac OS 9, um zu prüfen, ob die externe HD dann erkannt wird. Dies funktioniert jedoch nur bei älteren Macs, weil ab den letzten G4- und den ersten G5-Modellen Macs nur noch von Mac OS X starten können.


• Lässt sich von einer externen HD, die normalerweise startfähig ist, plötzlich nicht mehr starten, können diese Maßnahmen helfen:

- alle Kabel bis auf Strom- und USB-Kabel von der HD entfernen und mit gedrückter alt-Taste starten, alternativ die HD erst nach dem alt-Start einschalten und das USB-Kabel anschließen
- letztes Combo-Update auf externer HD installieren
- im Info-Fenster der externen HD bei “Eigentümer auf diesem Volume ignorieren” das Häkchen entfernen
- Terminal öffnen und eingeben:
sudo bless -folder /Volumes/NamederFirewire-HD/System/Library/CoreServices
anschließend Admin-Passwort eingeben und die Enter-Taste drücken.


• Sollte keiner der bisherigen Tipps geholfen haben, kommen als Retter in der Not Programme wie DiskWarrior, DataRescue und PhotoRec in Frage.


• Möchte man eine beim System bereits abgemeldete externe HD wieder mounten, ohne sie hierfür extra wieder aus- und einschalten zu müssen, funktioniert dies so: Festplatten-Dienstprogramm > Volume-Symbol anklicken > Menü-Leiste > Ablage > Aktivieren. Alternativ funktioniert dies auch mit dem Aktivieren-Button in der Symbolleiste des Festplatten-Dienstprogramms oder mit dem Kurzbefehl Apfel + alt + M (= mount).


• Lässt sich ein externes Volume über die bekannten Befehle Apfel + E oder Ziehen auf den Papierkorb nicht beim System abmelden (Unmounten), kann man den Finder neu starten (Befehl + alt + esc).

Alternativ kann man versuchen, das Volume im Festplatten-Dienstprogramm zu deaktivieren. Dies funktioniert so: Volume-Symbol (nach rechts eingerückt unter dem Laufwerk-Symbol) anklicken > Menü-Leiste > Ablage > Deaktivieren. Man kann hierzu auch den Deaktivieren-Button in der Symbolleiste des Festplatten-Dienstprogramms oder den Kurzbefehl Befehl + alt + U (= unmount) verwenden.

Zudem gibt es ein kleines Helferlein namens „WhyNotUnmount“, das einem beim Abmelden des Volumes helfen kann. Denn häufig gelingt das Abmelden darum nicht, weil bestimmte Prozesse noch Ressourcen des fraglichen Volumes akquiriert haben. Sie werden von „WhyNotUnmount“ angezeigt und können dann beendet werden.
http://www.tlensing.org/pub/artefacts/w ... mount.html

Funktioniert auch dies nicht, kann man im Terminal zum Unmounten folgenden Befehl eingeben:

$ sudo umount -f /Volumes/Volumename

Enthält der Volumename einen Leerschritt (Bsp. „Mein Leo“), muss man den Leerschritt erhalten und mit einem Backslash (alt-Taste + Shifttaste + 7) maskieren. Der Terminalbefehl sähe dann anhand des Volumenamens „Mein Leo“ so aus:

$ sudo umount -f /Volumes/Mein\ Leo

Nach der Eingabe des Befehls drückt man zur Bestätigung die Enter-Taste.


• Wird eine externe HD trotz entsprechender Einstellung unter Finder > Einstellungen > Allgemein nicht auf dem Schreibtisch gemountet, kann man im Terminal folgende Befehle eingeben:

cd /Volumes (Entertaste drücken)
ls (Entertaste drücken)
(HD sichtbar?)
cd HD-Name (Entertaste drücken)
ls (Entertaste drücken)


• Bei Problemen mit externen USB-Festplatten kann dieses Tutorial helfen:
http://www.macfixit.com/article.php?sto ... 4012114701


• Mit einem Intel-Mac ist das Starten von einer externen Festplatte via USB möglich. Dies gelingt jedoch auch mit PPC-Macs, ist allerdings von der externen HD abhängig. Ansonsten kann man sich bei einem PPC-Mac auch mit einem Griff in die Trickkiste der Open Firmware behelfen: http://www.apfeltalk.de/forum/usb-boote ... 36947.html .


• Eventuell ist die Steuerungsplatine defekt. In diesem Fall kann es helfen, sie gegen die Steuerungsplatine einer identischen Festplatte auszutauschen.




7. FESTPLATTEN-SCHADEN



• Ein solcher GAU kündigt sich häufig, wenn auch leider nicht immer, durch ungewöhnliche Geräusche an, von denen hier einige Klang-Beispiele zu hören sind:
http://datacent.com/hard_drive_sounds.php
http://www.hitachigst.com/hddt/knowtree ... enDocument


• Mit etwas Glück gibt einem aber auch das System selbst eine Vorwarnung zu einem bevorstehenden Festplattenschaden. Hierzu öffnet man das Festplatten-Dienstprogramm, klickt die fragliche HD an und sieht sich unten rechts den sogenannten SMART-Status an.

SMART (Self Monitoring Analysis and Reporting Technology) ist eine in viele Festplatten implementierte Analyse- und Diagnose-Funktion zur Feststellung ihres Funktionsstatus. Hinter dieser Technologie steht das Bestreben, den User bereits vor dem endgültigen Exitus einer Festplatte zu alarmieren.

Falls eine Festplatte SMART unterstützt und alles in Ordnung zu sein scheint, ist im Festplatten-Dienstprogramm "Überprüft" zu lesen. Wenn SMART einen Ausfall der Festplatte erwartet, wird dort in roter Schrift eine entsprechende Warnmeldung zu lesen sein.

Ein nützliches kleines Programm ist in diesem Zusammenhang auch SMARTReporter, das im Hintergrund regelmäßig den SMART-Status der Festplatten abfragt und diesen auch in der Menüleiste mit einem kleinen Menulet anzeigen kann: http://www.versiontracker.com/dyn/moreinfo/macosx/23232


• Den physikalischen Zustand der Festplatte kann man mit folgenden Programmen überprüfen, die auch vom Festplatten-Dienstprogramm oder von SMARTReporter nicht entdeckte Fehler finden können. Angemerkt sei, dass die Überprüfung des sog. S.M.A.R.T.-Status nur bei internen Festplatten möglich ist.

- TechToolPro
http://www.application-systems.de/techtoolpro/info.html

- SMART Utility
http://www.volitans-software.com/Home.html
http://www.versiontracker.com/dyn/moreinfo/macosx/32454

Alternativ kann man die HD in einen Windows-PC oder in einen Intel-Mac mit Bootcamp einbauen und dort ein S.M.A.R.T.-Tool wie bspw. SmartMon (Freeware) laufen lassen.


• Manchmal ist eine Platte aber auch von jetzt auf gleich hinüber, ohne zuvor den leisesten Seufzer von sich gegeben zu haben.

Gut dran ist, wer in einem solchen Fall auf ein Backup seiner wichtigen Daten zurückgreifen kann, womit an dieser Stelle nochmals die Wichtigkeit regelmäßiger und zeitnaher Backups betont sei, zumal Speicherplatz von Tag zu Tag billiger wird.

Ein Super-GAU liegt allerdings vor, wenn der Mac-User sträflicherweise kein oder ein zu altes Backup besitzt. Dann helfen zumeist nur noch professionelle Datenretter (s. u.), um wichtige Briefe, Filme, Fotos oder die Lieblings-Songs zu retten.

Mit etwas Glück lassen sich gelöschte Daten mit Programmen wie z. B. Data Rescue, Disk Drill oder PhotoRec wiederherstellen. Die Programme gibt es hier: http://www.prosofteng.com/products/data_rescue_info.php
http://www.cleverfiles.com
http://www.cgsecurity.org/wiki/PhotoRec

Sollen gelöschte Dateien wiederhergestellt werden, ist es allerdings ratsam, den Rechner eingeschaltet zu lassen und keine Arbeiten mehr daran durchzuführen. Durch weitere Schreibvorgänge könnten die gelöschten Dateien auf der HD ansonsten nämlich überschrieben werden und dadurch später nicht mehr rekonstruierbar sein.

Hintergrund ist der, dass Dateien durch den Befehl "Papierkorb leeren" zunächst nur aus dem Verzeichnis der HD gelöscht werden. Physikalisch sind sie auf der HD jedoch noch vorhanden, so lange sie nicht mit anderen Daten überschrieben werden.


• Buchstäblich cool ist allerdings ein Trick, der schon so manchem Mac-User geholfen hat: Man baue die defekte Festplatte in ein externes Gehäuse und lege dieses zum Schutz vor Kondenswasserbildung in einer dichten und möglichst luftleeren Tüte für einen Tag in den Kühlschrank oder, falls das nicht genügt, ins Eisfach, um sie dann in diesem stark heruntergekühlten Zustand zu starten.

Durch das von der Kälte verursachte Zusammenziehen des Materials kann sich ein festgefahrener Schreib- und Lese-Kopf mit etwas Glück wieder von der Platte lösen.

Falls die HD anschließend startet, kann man während des Kopierens der Daten auf ein gesundes Medium die kranke Platte gegen Erwärmung zusätzlich mit Eisspray besprühen. Wenn's sogar lädierten Fußballerwaden hilft ...


• Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine baugleiche Festplatte zu besorgen und das defekte Teil gegen das aus der zweiten HD auszutauschen.


• Wenn auch dies nichts bringt und statt des Gangs zum Datenwiederhersteller nur noch der zu Mülltonne oder Metallschredder geplant ist, könnte auch die Gummihammer-Methode helfen. Damit konnten scheintote Platten schon hin und wieder reanimiert werden. Aber bitte nur leichte (!) Schläge ... :klimper:


• Eine deutlich rabiatere Methode, die darum wohl auch als ultima ratio gelten kann, besteht im Öffnen der Festplatte und dem Manipulieren von Platten- und Kopfmechanismus.

Infolge der dadurch eindringenden Staubpartikel und der Dejustierung der Mechanik dürfte die Festplatte danach im besten Falle nur noch kurz laufen, aber mit etwas Glück lange genug, um die benötigten Daten zu kopieren.

Für diesen letzten Versuch sollte man einen möglichst staubarmen Raum wie z. B das Badezimmer wählen. Zusätzlich sollte man darauf achten, dass keine Luftbewegung entsteht. Die geöffnete Festplatte deckt man darum zum Schutz vor Schwebepartikeln am besten mit einem Karton o. ä. ab.




8. PROFESSIONELLE DATENRETTER



Wenn jedoch alles nichts geholfen hat, die Daten aber wichtig genug sind für eine professionelle (und nicht selten teure) Wiederherstellung, kann man Spezialisten wie die unten genannten beauftragen. Deren Reihenfolge ist alphabetisch und sagt nichts über ihre Qualität aus.


• CBL Data Recovery Technologies GmbH
Tel. 0800/87388864
http://www.cbltech.de

• Convar Deutschland GmbH
Tel. 0800/0266827
http://www.datenretter.de

• Crash PC Service GmbH
Tel. 030/61280770
http://www.data-recovery.de

• Ibas GmbH
Tel. 0800/4227112
http://www.datenrettung.de

• Kroll Ontrack GmbH
Tel. 0800/10121314
http://www.ontrack.de

• maintec Data Recovery
Tel. 0800/6246832
http://www.maintec.org

• PCF Service-Netz
Tel. 0800/22233235
http://www.derpcfuchs.de/

Weitere Adressen findet man hier: http://www.it-in-germany.de/productgrou ... 822/--ITS4



Finis operis :)

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